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Neustadt Entwarnung beim Trinkwasser
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16:54 04.12.2018
Das Wasser aus dem Neustädter Wasserwerk kann auch in Sieversdorf und Hohen wieder von jedermann bedenkenlos getrunken werden. Quelle: Lukas Schulze/dpa
Sieversdorf-Hohenofen

Das Trinkwasser in Sieversdorf-Hohenofen und in einigen Teilen der Stadt Neustadt entspricht wieder in allen Parametern den gesetzlichen Anforderungen. Mit Postwurfsendungen will der Wasser- und AbwasserverbandDosse“ jetzt die betroffenen Haushalte darüber informieren.

Seit Juli war es in dem Bereich zu Einschränkungen bei der Wasserqualität gekommen. Vor allem die Beimengungen von Eisen, Mangan und Ammonium lagen über den vorgeschriebenen Grenzwerten.

Technik im Neustädter Wasserwerk modernisiert

Grund war die seit Dezember 2017 laufende Modernisierung des Neustädter Wasserwerks. Der Wasser- und Abwasserverband ließ dort unter anderem die komplette Aufbereitungstechnik erneuern.

Das aus Tiefbrunnen geförderte Wasser enthält in der Region typischerweise Eisen-, Mangan- und Ammoniumverbindungen. Neue Filter brauchen eine Weile, bis sie diese Stoffe effektiv aufhalten. Experten sprachen im Sommer von einigen Monaten.

Ein Teil des Versorgungsgebietes konnte bis dahin aus anderen Wasserwerken versorgt werden. Doch angesichts des trockenen Sommers bekamen unter anderem Sieversdorf und Hohenofen ihr Nass weiter aus Neustadt.

Das Wasser war getrübt

Der Verband warnte die Haushalte im Juli per Hauswurfsendung vor eventuellen Trübungen und Verfärbungen des Wassers. Eine Gesundheitsgefahr bestehe nicht. Dies bestätige auch das Gesundheitsamt des Kreises. Jedoch solle das Wasser vorsorglich nicht für Babynahrung verwendet werden. Der Verband stellte Wasser in Flaschen zur Verfügung.

Zumindest bei einigen Betroffenen sorgte das für große Verunsicherung. Sie forderten Aufklärung, bemängelten eine Verharmlosung des Problems und wandten sich im August an die Medien. Die Gemeindevertretung Sieversdorf-Hohenofen befasste sich mit dem Thema. Es gab eine Einwohnerversammlung. Als Ausgleich für Ungelegenheiten wurde den Haushalten eine Gutschrift über drei Kubikmeter Trinkwasser zugesagt.

Einwohner seien nun besser informiert

Inzwischen hat sich nach Aussage von Bürgermeister Hermann Haacke die Aufregung gelegt: „Wir hatten vorige Woche Gemeindevertretersitzung. Es hat sich kein Bürger mehr dafür interessiert.“ Für Haacke liegt das vor allem daran, dass die Einwohner inzwischen besser informiert sind.

Auf der Internetseite des Verbandes (www.wav-dosse.de) ist im Bereich „Aktuelles“ eine Liste mit den Messwerten der vergangenen Monate zu finden.

Keine erhöhten Werte mehr gemessen

Verbandsvorsteherin Claudia Hacke teilt jetzt mit: „Bereits am 19. Juli 2018 lag der Eisenwert und ab 13. August 2018 der Ammoniumwert unterhalb der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung.“ Spätestens seit Ende November seien auch beim Mangan keine erhöhten Werte mehr gemessen worden, betont Claudia Hacke. „Die vorübergehende Verwendungseinschränkung ist mit sofortiger Wirkung aufgehoben.“

Das Fazit der Verbandsvorsteherin: „Im Grunde ist alles so gekommen, wie die Fachleute das gesagt haben.“

Von Alexander Beckmann

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