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Neustadt Versteckte Botschaften in der Kirche
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12:19 30.09.2018
Der Künstler Sergej Horovitz (l.) im Gespräch mit Gästen seiner Ausstellung. Am Samstag war Finissage. Quelle: Julia Redepenning
Roddahn

Sergej Horovitz aus Berlin ist Fotograf und Künstler und seit 25 Jahren in seiner zweiten Heimat Roddahn zu Hause. Das Dorf ist ihm sehr an Herz gewachsen. In diesem Jahr zeigte er in der Kirche erstmals allein eine Ausstellung. „Paare und Wörter“ war das Thema.

„Jeder soll meine Bilder nicht nur betrachten, sondern sich seine eigene Meinung bilden“, erklärt der Künstler. Die Kirche in Roddahn wurde für die Ausstellung in einen Kunstraum verwandelt. Sie erstrecke sich über zwei Etagen. „Ich möchte mit meinen Bildern verschiedene Beziehungen darstellen und zum Nachdenken anregen“, betont Horovitz. Schon 2016 beteiligte er sich an einer Gemeinschaftsaustellung in der Kirche mit dem Titel „Geben, Nehmen, Wachsen“ und stellte seine „Stadtpflanzen“ vor.

Die Fotos zeigen ungleiche Paare

Auf den Fotos waren Paare zu abgebildet, die auf den ersten Blick vielleicht nicht zusammenpassen. Der Fotograf möchte mit seinen Bildern verschiedene Botschaften vermitteln. Dabei nutzt er die Techniken der Gestaltungstherapie. „Ich möchte auf verschiedene Beziehungen eingehen und zum Beispiel die zwischen Menschen, zwischen Gott oder der Natur veranschaulichen.“

Motive findet Sergej Horovitz überall. Egal ob Natur, Menschen, Bauwerke oder Selbstgebautes, alles hat er mit seiner Linse eingefangen. Neben den Paarbildern, wie zum Beispiel Holzstücke, gab es auch Fotos mit verschieden Worten zu sehen. Diese waren jedoch nicht auf den ersten Blick sofort sichtbar. Begriffe wie Zeit oder Öde konnten aus dem richtigen Winkel gelesen und sollten wie eine versteckte Botschaft aufgenommen werden.

Auch die Kirche konnte besichtigt werden

Veranstalter der Kunstausstellung war der Arbeitskreis offene Kirche Roddahn. Neben den zahlreichen Ausstellungsstücken konnten alle Besucher auch die alte Kirche besichtigen und mehr über deren aktuelle Nutzung erfahren. Bis Mitte der 90 er Jahre wurden dort noch Gottesdienste abgehalten. Jedoch musste das Gebäude im Jahr 1998 wegen vieler Baufälligkeiten gesperrt werden und fiel langsam dem Verfall zum Opfer.

Um die Kirche zu erhalten, gründete sich 2002 der gemeinnützige Verein. Seine Mitglieder wollen das Gebäude mit Kultur zu füllen, denn gerade solche Orte müssen vor dem Verfall gerettet werden, sagen sie. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude, das an ein Fachwerkhaus erinnert, wurde liebevoll saniert. Heute steht es für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung.

Letzte Veranstaltung in diesem Jahr

Die Ausstellung von Sergej Horovitz war die letzte Veranstaltung in diesem Jahr in der Kirche. 2019 geht es weiter. Termine gibt es zwar noch nicht, aber alle Bewohner und Besucher dürfen gespannt sein, so die Vereinsmitglieder. „Ich bin zufrieden und würde gerne auch andere Orte in der Region besuchen und dort meine Ausstellung präsentieren“ erzählt der Künstler.

Von Julia Redepenning

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