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Neustadt Gespannfahrer Eugen Lüer gestorben
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00:24 27.09.2018
Eugen Lüer 1999 mit seinen Pferden „Produktion“ (l.) und „Isagunde“. Quelle: Foto: MAZ/Archiv
Neustadt

Die Pferdesportstadt Neustadt an der Dosse hat einen ihrer wichtigsten Repräsentanten vergangener Jahrzehnte verloren. Am 20. September verstarb Eugen Lüer. Der langjährige Mitarbeiter des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts gehörte zwischen den 70er und 90er Jahren zu den bekanntesten Gespannfahrern in Deutschland.

Neustadts früherer Landstallmeister Jürgen Müller bescheinigte ihm für einen früheren MAZ-Beitrag, als Stutenmeister „Autorität dargestellt zu haben und eine absolute Kapazität“ gewesen zu sein. „Und fahrerisch hat er für Neustädter Gestüte Geschichte geschrieben.“ Immerhin war Eugen Lüer dreimal DDR-Meister und siebenmal Vizechampion. Nach der Wende schaffte er den Sprung in die gesamtdeutsche Nationalmannschaft und nahm an den Weltmeisterschaften in Riesenbeck und Stockholm teil.

Drei Pferde mit in die Rente genommen

Nach seiner geliebten Ehefrau Inge, die ihn zu zahlreichen Wettkämpfen als Helferin begleitete, waren seine Vierbeiner „das Beste, was mir je passieren konnte“, wie Lüer einmal freimütig bekannte. Drei von ihnen hat er 1994 mit in Rente genommen, abgekauft seinem langjährigen Arbeitgeber. „Produktion“, „Isagunde“ und „Promenade“ sollten bei Lüers auf dem Neustädter Sandstück ihr Gnadenheu fressen. Ihr „Chef“ meinte es gut mit ihnen und hatte seinen Spaß dabei.

Stress allerdings auch. Zwei der Tiere wurden eine Woche vor Weihnachten 1994 von der Koppel an der Dosse gestohlen. Die MAZ half damals bei der Suche, allerdings vergeblich. Erst zu Ostern 1995 hatte die Polizei den Dieb ausfindig im sachsen-anhaltinischen Burg gemacht. „Isagunde“ und „Produktion“ kamen wieder nach Hause, sehr zur Freude seines Besitzers, dessen Leben sich nun vollendet hat. Eugen Lüer wurde 84 Jahre alt.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Von Wolfgang Hörmann

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