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Neustadt Besserer Handyempfang in Sicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Besserer Handyempfang in Sicht
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13:14 26.07.2018
In Görne im Amt Rhinow hatte der neue Mobilfunkmast vor gut zwei Wochen für einiges Aufsehen gesorgt. Quelle: Norbert Stein
Neustadt

Es ist schon fast so etwas wie eine Binsenweisheit: Einen Dreetzer braucht man nicht auf dem Mobiltelefon anzurufen. Meistens steckt er sowieso im Funkloch.

Die Dreetzer sehen sich nicht als einzige in dieser Situation. Die Mobilfunkversorgung in der Region ist vielerorts noch immer unsicher oder schlicht nicht vorhanden. Doch zumindest im Amt Neustadt soll sich daran demnächst etwas ändern.

Die Deutsche Telekom hat die Amtsverwaltung über die Absicht unterrichtet, an gleich mehreren Orten neue Mobilfunkmasten zu installieren. Ende 2017 habe es eine erste Anfrage für eine Anlage in Dreetz gegeben, berichtet Amtsdirektor Dieter Fuchs. Inzwischen seien weitere Standorte im Gespräch. Im Dreetzer Gemeindegebiet geht es um gleich zwei Orte – am Sportplatz und neben der Berlin-Hamburger Bahnstrecke.

Standorte nahe der Gleise gesucht

Die Eisenbahn steht offenbar sowieso im Fokus der Ausbauinitiative: Auch für den Bereich zwischen Zernitz sowie Stüdenitz und Schönermark liegen Anfragen vor, ebenso für Neustadt und Plänitz. Gesucht würden derzeit geeignete, möglichst kommunale Grundstücke nahe der Bahnlinie, erklärte Dieter Fuchs. Er findet: „Es ist schon interessant, wenn die Funklöcher verschwinden.“ Zumindest für Stüdenitz zeichne sich allerdings bereits ab, dass sich eine andere Lösung finden muss. „Die Gemeinde hat in diesem Bereich keine eigenen Flächen.“

„Wir planen aktuell die Errichtung von etwa sechs Mobilfunkstationen“, erläutert Stefanie Halle von der Telekom-Pressestelle auf Anfrage. „Die Masten der Mobilfunkstationen werden nach jetziger Planung eine Höhe von zirka 30 bis 40 Metern haben.“ Damit wolle man die Versorgung mit GSM (Sprache) und LTE (Daten) in „bisher nicht ausreichend versorgten Gebieten“ gewährleisten.

Ab nächstes Jahr in Betrieb

„Darüber hinaus möchte die Deutsche Telekom mit diesen Mobilfunkstationen auch weitere Teilstrecken der ICE-Trasse Berlin-Hamburg versorgen“, teilt Stefanie Halle mit. Nach aktuellem Kenntnisstand sei mit einer Inbetriebnahme im kommenden Jahr zu rechnen.

Nach Informationen der Amtsverwaltung sind noch mit weiteren Investitionen ins Telekom-Mobilfunknetz in Vorbereitung. Das Unternehmen hat demnach angekündigt, in Sieversdorf, Roddahn und Babe kleinere Stationen für die „Sondermobilfunkversorgung“ zu installieren.

Sie bestehen aus einem knapp zehn Meter hohen Holzmast für die Antenne und einem Gehäuse für die Anschlusstechnik. Zwar beträgt die Reichweite nur wenige hundert Meter, doch zumindest in den Ortslagen wären dann neben Sprachverbindungen laut Telekom Datenraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde verfügbar. Auch für diese Anlagen suchen das Amt und die Kommunen nun nach geeigneten Standorten.

Der Start erfolgte im Amt Rhinow

All das ist offenbar Teil einer umfassenderen Kampagne der Telekom gegen die viel beklagten Funklöcher auf dem Lande. Erst Mitte des Monats hatte sie neue Mobilfunkstationen in Kleßen und Görne (Amt Rhinow) in Betrieb genommen. Dazu war sogar Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) angereist. Die Bundesregierung peilt bis 2020 eine Netzabdeckung von 98 Prozent an.

Von Alexander Beckmann

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