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Neustadt Elf Stationen im Gasometer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Elf Stationen im Gasometer
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11:00 10.09.2018
Anika Bachor eröffnete die neue Ausstellung im Beisein einiger Geldgeber. Elf interaktive Stationen sind im Gasometer aufgebaut. Quelle: Fotos (2): Sandra Bels
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Neustadt

Im Gasometer in Neustadt können sich Besucher jetzt eine eigene kleine Biogasanlage bauen. Sie brauchen dazu nur 200 Gramm Küchenabfälle, die in eine Flasche gefüllt werden. Dazu kommen ein Päckchen Hefe und fünf Esslöffel Erde. Das Ganze muss gut durchgemischt werden. Danach füllt man die Flasche bis zur Hälfte mit Wasser und gibt einen Teelöffel Zucker dazu. Zum Schluss wird ein Luftballon über den Flaschenhals gezogen. Nach drei bis fünf Tagen bläht er sich auf.

Eröffnung zum Denkmaltag

Alle Zutaten und eine genaue Beschreibung finden sich in der neuen Ausstellung des technischen Denkmals Gaswerk in Neustadt. Der Bau der Biogasanlage ist eine Station darin. Die Ausstellung wurde am Sonntag, anlässlich des Denkmaltages eröffnet. Elf Stationen bieten Wissenswertes und Lehrreiches über das Thema Energiegewinnung.

Es war die Idee von Gudrun Weiß, die vorhandene Ausstellung zu erneuern und umzugestalten. Die Vorsitzende des Gaswerk-Vereins setzte das neue Konzept zusammen mit Vereinsmitarbeiterin Anika Bachor um. Mit dabei waren auch die Schüler des Physikkurses der Klasse 11 von der Prinz-von-Homburg-Schule. Sie gestalteten die Experimente und Vorlagen für die Aufsteller.

Viele Geldgeber für die Finanzierung

An der Finanzierung beteiligten sich die Stadt Neustadt, die Edis, das Werbebüro Holz, das Amt Neustadt, die Firma Kopka, das Ingenieurbüro Marquardt und die EMB sowie die Sparkasse und der Lottofonds Brandenburg. So konnte zum Beispiel das Gasometer mit einer modernen Beleuchtung ausgestattet werden. Außerdem wurde eine Wärmebildkamera für eine Station gekauft.

Die Experimente kamen bei den ersten Gästen sehr gut an. Besonders die Kinder kamen auf ihre Kosten und probierten alles aus. Besucher sollten ein bisschen Zeit mitbringen, wenn sie alles sehen und nachmachen wollen. Es gibt eine Wassermühle zu erkunden, aber auch die Möglichkeit, eine Feuerstelle aufzubauen. Man kann eine Obstbatterie und eine Brennstoffzelle bauen, mit der dann ein Legoauto fährt.

Aufwertung für das Gasometer

Der zweite Vereinsvorsitzende Roland Deter dankte allen, die am Gelingen der Schau mitgewirkt und den unwirtlichen Raum im Gasometer aufgewertet und interessant gestaltet haben. Einige Vertreter der Sponsoren waren zur Eröffnung gekommen. Deter versteht das Technische Denkmal als außerschulischen Lernort für Jung und Alt. Eine Museumspädagogin bewertete die Ausstellung und begleitete das Konzept. Für Deter beinhaltet sie Physik, Chemie und Geschichte zum Anfassen. „Wir haben alles auf einen Schlag“, so Deter.

Neben der neuen Ausstellung gab es auf dem Gelände am Sonntag weitere Attraktionen für Kinder. So stand eine Hüpfburg bereit. Es gab einen Schminktisch und einen Losverkauf. Für das leibliche Wohl wurde mit Kuchen und Gulaschsuppe sowie Buletten gesorgt.

Von Sandra Bels

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