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Neustadt Schüler gestalten neue Gaswerksausstellung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Schüler gestalten neue Gaswerksausstellung
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17:33 29.06.2018
Auch ein Fahrraddynamo liefert verwertbare Energie. Als Vorsitzende des Fördervereins zur Erhaltung des Gaswerks Neustadt überzeugt sich Gudrun Weiß (l.) davon, dass das entsprechende Exponat auch funktioniert. Quelle: Alexander Beckmann
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Neustadt

Ausstellungsstücke montieren, Informationstafeln und Anleitungen gestalten – es ist gut nachvollziehbar, dass den Schülern des Physikkurses 11 der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule die Arbeit an der neuen Mitmach-Ausstellung des Gaswerksmuseums Spaß macht. „Besser, als in der Schule zu sitzen“, ist zu vernehmen. Lehrerin Bettina Hollmann stimmt zu: „Das ist mal was anderes. Und es bringt auch was. Sonst haben wir vor allem die Theorie. Hier gibt es die Praxis dazu.“

Ausstellung als Unterrichtsprojekt

Seit April ist die Pädagogin mit den etwa 15 Schülern wöchentlich im ehemaligen Neustädter Gaswerk zu Gast. Sie tragen maßgeblich zur Gestaltung der neuen Ausstellung im Gasometer bei. „Wir sind ein schlauer Kurs“, sagen die jungen Leute stolz.

Ab Herbst sollen Museumsbesucher dann selbst ausprobieren können, wie beispielsweise einst Feuer gemacht wurde, wie Wind, Sonne oder auch Biogas zur Energiegewinnung genutzt werden. „Vor allem Kinder sollen Erfolgserlebnisse haben“, sagt die Vorsitzende des Fördervereins zur Erhaltung des Gaswerks Gudrun Weiß. „Sie sollen sich spielerisch mit der Gewinnung und Nutzung von Energie beschäftigen.“ Das Industriedenkmal will sich damit als außerschulischer Lernort etablieren. Physik, Chemie und natürlich auch Geschichte stehen dabei im Vordergrund.

Aus Anlass des Tages des offenen Denkmals soll die Schau am 9. September im Gasometer eröffnet werden.

„Wir hatten schon 2016 die Idee, die Ausstellung umzugestalten“, berichtet Gudrun Weiß. „Aber das große Handicap war die Beleuchtung im Gasometer.“ Der alte Gasspeicher ist im Inneren im Grunde pechschwarz. Unter anderem mit Hilfe von Lottomitteln des Landes sorgten im vergangenen Jahr moderne Beleuchtungsanlagen für Abhilfe. Spätestens zu den Hengstparaden wird auch die neue Außenbeleuchtung der historischen Industrieanlage zu bewundern sein.

Hilfe von Stadt und Amt

Auch für die Ausstellung selbst war der kleine Verein auf Hilfe angewiesen. Neben der praktischen Unterstützung durch die Schüler und Helfer, die das Jobcenter vermittelte, spielte dabei vor allem die Finanzierung eine Rolle. Die Stadt Neustadt stellte einen Teil ihres Sozialraumbudgets des vergangenen Jahres bereit. Schließlich handelt es sich bei dem Projekt durchaus um eine Form der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Amt Neustadt bedachte das Gaswerk mit Mitteln aus der Vereinsförderung und der Netzbetreiber Edis leistete wieder einmal Unterstütz. Weitere Hilfe kam von örtlichen Unternehmen.

Der Förderverein bemüht sich seit 1999 um den Erhalt und die museale Nutzung des alten Gaswerkes. Es versorgte die Neustädter von 1903 bis 1980 mit Stadtgas.

www.gaswerk-neustadt.de

Von Alexander Beckmann

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