Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neustadt Neue Entwicklung am Dorfrand möglich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Neue Entwicklung am Dorfrand möglich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 09.12.2018
Die Fläche am westlichen Zernitzer Dorfrand. Quelle: Matthias Anke
Zernitz

Das Amt Neustadt hat beim Brandenburger Landesumweltministerium beantragt, ein Gebiet westlich von Zernitz aus dem Naturpark Westhavelland herauszunehmen. Damit soll die Voraussetzung geschaffen werden, dort ein Baugebiet auszuweisen.

Die Gemeinde Zernitz-Lohm berücksichtigt für 2019 in ihrem kürzlich verabschiedeten Haushalt auch schon Geld, um einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen. Wie Bürgermeisterin Sigrid Schumacher auf Nachfrage weiterhin erläutert, befindet sich das Areal aus Richtung Zernitz-Bahnhof kommen rechtsseitig und damit gegenüber dem sogenannten Windberg: „Ein Gehweg ist schon vorhanden. Licht ist auch da. Auf der anderen Seite befindet sich bereits Bebauung. Das bietet sich also an.“ Und: „In Zernitz gibt es keine Bauflächen mehr, aber wir haben eine spürbare Nachfrage. Wir haben diesen Bedarf erkannt und wollen handeln.“

Handeln, bevor neuer Landesentwicklungsplan kommt

Laut Sigrid Schumacher liegt die Einwohnerzahl in der Doppelgemeinde Zernitz-Lohm seit einigen Jahren stabil bei etwa 870. Im zurückliegenden Jahr 2018 gab es sieben Geburten, davon eine in Neuendorf und die restlichen sechs im Gemeindeteil Zernitz. Zudem spiele der Brandenburger Landesentwicklungsplan eine Rolle, lieber zeitnah zu handeln als abzuwarten. Wird dieser beschlossen, verschlechtern sich laut der Bürgermeisterin zumindest für Zernitz die Bedingungen, Bauland auszuweisen.

Dass das mit der Herausnahme der Fläche aus dem Naturpark klappt, glaubt auch Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs. „Die Chancen sind sicherlich nicht schlecht“, sagt er mit Blick auf entsprechende Vorgespräche. Diese hätten überhaupt erst dazu ermutigt, den Antrag zu stellen.

Gelände verläuft direkt an der Naturparkgrenze

Zugute dürfte dem Prozedere kommen, dass besagtes Areal unmittelbar an der Naturparkgrenze verläuft, die nur verschoben werden müsste. Zudem: Was nach Naturpark klingt, sieht vor Ort ganz anders aus. „Die Grenze ist ja einfach mal gezogen worden und da gibt es Spielräume“, sagt Fuchs.

Laut Sigrid Schumacher sei die Fläche etwa selbst für wanderndes Wild uninteressant, ist doch das gegenüberliegende Gebiet nördlich der dortigen Landesstraße wegen der Weihnachtsbaumplantagen komplett umzäunt.

Bevor es in der Sache grünes Licht gibt, beschäftigen sich damit weitere Behörden und Gremien. Der Naturschutzbeirat des Kreises Ostprignitz-Ruppin gehört dazu.

Besonderheiten des Naturparks

Im Sommer waren es 20 Jahre her, dass mit der Zustimmung von 74 Kommunen der Naturpark Westhavelland entstand. Er umfasst die Bereiche Naturtourismus, Landwirtschaft, Fischerei, Forst- und Wasserwirtschaft.

Der Naturpark gilt mit seinen 1315 Quadratkilometern als das weitläufigste Großschutzgebiet Brandenburgs. Zuletzt wurde er zu einem anerkannten Sternenpark. Sämtliche öffentliche Beleuchtung im Gebiet soll seither so wenig wie möglich in den Himmel strahlen.

Grundsätzlich werden in einem solchen Park bei allen Formen der Landnutzung Anliegen des Naturschutzes einbezogen. Ziel ist es schließlich, diese besonderen Landschaften zu erhalten und zu entwickeln.

Von Matthias Anke

Nachdem bekanntgeworden war, dass die Präsidiumsneuwahl für den Kreisanglerverband Kyritz mangels Kandidaten scheitern könnte, gibt es nun doch wieder Hoffnung. Der Verbandstag erfolgt am 22. März.

06.12.2018

Städte, Gemeinden, Ämter und Kreise müssen ihr Ortsrecht derzeit neuen Vorgaben aus dem Landtag anpassen. Dabei geht es um eine neue Form der Bürgerbeteiligung und um die Mitsprache von Jugendlichen.

06.12.2018

Frank und Marina Nebelin sind seit fast 40 Jahren ein Paar, das schon immer heiraten wollte, dies allerdings stets vor sich herschob. Bis vor Kurzem.

08.12.2018