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Neustadt Mit dem Rotstift an den Kita-Plänen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Mit dem Rotstift an den Kita-Plänen
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14:30 13.02.2019
An der Neustädter Kita Köritz besteht noch ein Sanierungsbedarf von rund zwei Millionen Euro. Quelle: Alexander Beckmann
Neustadt

Die Stadt Neustadt will bis 2021 endlich die Sanierung ihrer beiden Kindertagesstätten vollenden und setzt dazu auf Fördermittel aus dem Leader-Programm der EU. Daher hatte die Kommune Planer Norbert Rumpel beauftragt, mal detailliert zu erfassen, was in den Einrichtungen in Köritz und Spiegelberg denn noch so aussteht.

Das Ergebnis sorgte bei den Stadtverordneten für Ernüchterung: Rumpel schätzte im Januar den Bedarf für die Kita Spiegelberg, in der seit 2009 gebaut wurde, auf gut 420.000 Euro und für die Kita Köritz, deren Sanierung seit 2011 läuft, sogar auf 2,2 Millionen.

Deutlich über bisherigen Schätzungen

Bisherige Schätzungen waren für Köritz von knapp 1,8 Millionen Euro ausgegangen. So steht es auch im aktuellen Stadthaushalt.

„Die alte Kostenberechnung ist etwa neun Jahre alt“, begründete der Planer den Anstieg. Außerdem seien Vorhaben im Obergeschoss hinzugekommen. Denn die Kita soll durch die Nutzung ehemaliger Wohnungen 160 Quadratmeter Nutzfläche hinzugewinnen. Damit ließe sich die Kapazität von regulär 84 auf 116 Kinder erhöhen. „Der Bedarf ist vorhanden“, heißt es aus der Amtsverwaltung.

Doch die Stadtverordneten bezweifeln, dass sich so viel Geld aufbringen lässt, auch wenn die Kommune dank der Förderung nur ein Viertel selbst beitragen müsste.

Den Rotstift angesetzt

In den vergangenen zwei Wochen setzten Verwaltung und Planer also den Rotstift an. Für beide Einrichtungen schlugen sie den Verzicht auf die Sanierung je eines Waschraums vor. In Köritz sollen zudem Arbeiten am Dach und im Dachgeschoss vorerst auf Eis gelegt werden. Gleiches gilt für den Abriss des alten Schornsteins, die Montage einer Solaranlage und die Erneuerung des Balkons. Ihn will man durch ein Terrassendach ersetzen.

„Was notwendig ist, muss gemacht werden. Alles andere muss warten“, stellt Bürgermeister Karl Tedsen (CDU) klar. Allerdings folgten er und der Hauptausschuss am Montag nicht allen Streichvorschlägen. „Es kann doch nicht sein, dass der eine Waschraum unsaniert bleibt“, so Tedsen. „Wir haben also Mittel umgeschichtet.“

Stadtverordnete haben das letzte Wort

Die Kita-Vorhaben überschreiten damit zwar den einstigen Ansatz weiterhin um etwa 100.000 Euro, doch das hielt man im Hauptausschuss für noch vertretbar. „Immer unter der Voraussetzung, dass die Leader-Fördermittel kommen“, betont der Bürgermeister. Entscheiden müssen die Stadtverordneten am 18. März.

Von Alexander Beckmann

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