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Neustadt Pferde weitgehend hitzefest
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Pferde weitgehend hitzefest
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00:21 05.08.2018
Nach dem Training mit Obersattelmeister Rainer Stübing genießt Hengst „Damon Dancer" die kalte Dusche. Quelle: Alexander Beckmann
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Neustadt

Immer schön im Kreis herum. Obersattelmeister Rainer Stübing im Neustädter Haupt- und Landgestüt hält die Longierleine mit fester Hand und ahndet jede Nachlässigkeit. Der zweijährige Hengst „Damon Dancer“ wirkt sichtlich genervt. Alles an ihm sagt: Muss das sein?

Bei Temperaturen von über 30 Grad wird jede Bewegung zur Herausforderung. Der Mensch meidet allzu hektische Aktivitäten. Und Tiere?

Landstallmeister Uwe Müller sollte es wissen. Doch Sorgen um seine wertvollen Pferde macht er sich nicht.

An Extreme angepasst

„Wirklich deutlich angesehen habe ich noch keinem Pferd, dass ihm zu warm wäre“, sagt Müller. Von Hitze ließen sich die Tiere wenig beeindrucken. Gleiches gelte übrigens für Kälte. „Das Pferd ist ja ein Steppentier und von daher an große Temperaturunterschiede angepasst.“ Hitze und Kälte waren in den eurasischen Steppen, aus denen die Vorfahren der heutigen vierbeinigen Leistungssportler einst kamen, an der Tagesordnung.

Dieses Erbe wirkt offenbar bis heute. Am Wochenende sei er bei einem internationalen Reitwettbewerb in Berlin gewesen, berichtet Müller. „Da haben wir gesehen, dass die Tiere auch sportlich noch voll leistungsfähig sind.“

Eher schwächelt der Mensch

Drauf ankommen lassen wollen die Neustädter Pferdeexperten es nicht unbedingt. Angesichts der tropischen Temperaturen verlege man Arbeiten derzeit möglichst auf die Morgenstunden und Transporte sogar in die Nacht, erklärt der Landstallmeister. „Auch im Interesse unserer Mitarbeiter.“

Die meisten der Neustädter Tiere verbringen ihre Zeit jetzt auf den Koppeln. „Da finden sie in aller Regel auch schattige Plätze“, versichert Müller. „Mir ist kein Fall bekannt, bei dem eines unserer Tiere Kreislaufprobleme oder sowas bekommen hätte. Ganz wichtig ist aber ständig frisches Wasser.“

Nur die Fliegen nerven

Eine Belastung bringt der Super-Sommer den Pferden doch: Insekten. Stechmücken, Bremsen und Fliegen können ihnen schwer zu schaffen machen. „Bei uns haben die Pferde das Glück, dass sie in der Herde sind“, sagt Uwe Müller. „Die stellen sich dann alle in einen Haufen. Immer eines mit dem Kopf unter dem Schweif des anderen.“ Das ständige Wedeln macht den Plagegeistern das Leben schwer.

Die Fliegen nerven auch „Damon Dancer“. Vor allem aber ist er noch jung und sieht gar nicht ein, warum so ein Obersattelmeister das Sagen haben sollte. Als ihm Rainer Stübing nach dem Training eine kalte Dusche verpasst, sind die beiden aber doch wieder Freunde.

Von Alexander Beckmann

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