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Neustadt Amt fordert weniger Umlage
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Amt fordert weniger Umlage
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16:21 09.10.2018
Das Amt will 2019 auch in die Breddiner Schule investieren. Quelle: Alexander Beckmann
Neustadt

Für das Amt Neustadt liegt seit Montag der Haushaltsbeschluss 2019 vor. Die Mitglieder des Amtsausschusses stimmten dem Entwurf der Verwaltung mit deutlicher Mehrheit zu. Es gab zwei Gegenstimmen aus Stüdenitz und Lohm sowie eine Stimmenthaltung.

Wichtigster Punkt für die amts­angehörigen Gemeinden ist die Höhe der Amtsumlage. Das ist der Teil ihrer Einnahmen, den sie an das Amt abführen, damit dieses seine Aufgaben erfüllen kann. Im kommenden Jahr werden das 38,67 Prozent sein – ein etwas geringerer Anteil als 2018. Da die Gemeinden im kommenden Jahr aber voraussichtlich höhere Einnahmen haben werden, bekommt auch das Amt mehr: knapp 3,2 Millionen Euro statt der 3 Millionen von 2018. Auf jeden Fall können die Kommunen nun die Planung ihrer eigenen Haushalte angehen.

Personalkosten steigen

Größter Posten bei den Ausgaben des Amtes sind mit gut 50 Prozent wie üblich die „Personal- und Versorgungsaufwendungen“ –  also unter anderem die Gehälter vom Amtsdirektor bis zum Schulhausmeister und die Rücklagen für die Altersversorgung. Der Betrag steigt um gut 100 000 Euro. Grund sind Tariferhöhungen und höhere Krankenkassenbeiträge.

Knapp 35 Prozent des Budgets sind „Sach- und Dienstleistungen“ vorbehalten und damit auch den Anschaffungen und Investitionen. Wichtigstes Vorhaben ist die Sanierung der Neustädter Schule, für die das Amt im kommenden Jahr Eigenmittel fast 1,5 Millionen Euro veranschlagt. 80 000 Euro will man in die Feuerwehren investieren, jeweils rund 33 000 in die Ausstattung des Bauhofes, der Einrichtungen und der Verwaltung: von der Motorsäge über die Ausstattung des Sportplatzes in Neustadt bis hin zur Computertechnik.

Viel Geld für die Schulen

Für die Sanierungsvorhaben an der Breddiner Schule ist bei Gesamtkosten von rund 625 000 Euro ein Eigenanteil von 97 000 Euro eingeplant. Unterhaltungsarbeiten am Amtsgebäude sind mit gut 75 000 Euro veranschlagt. Die große Wartung des Hubretters der Neustädter Feuerwehr soll etwa 80 000 Euro kosten. Weitere Punkte sind ein neuer Leasing-Pkw für das Internat Mühle Spiegelberg (1900 Euro) oder der Zuschuss für die Schöller-Festspiele (4100 Euro).

Deutlich mehr als gegenwärtig wird das Amt künftig für Zinsen und Tilgung von Krediten ausgeben müssen. Aktuell sind das jährlich knapp 32 000 Euro. Mit dem Millionenkredit für die Schulsanierung in Neustadt steigt der jährliche Aufwand voraussichtlich um 126 000 Euro.

Von Alexander Beckmann

Der Neustädter Amtsausschuss ließ sich am Montag den Sanierungsentwurf für die Prinz-von-Homburg-Schule vorstellen und beschloss die Finanzierung. Ein Zuschuss des Landkreises ist fest eingeplant.

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