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Neustadt Kitas brauchen noch Millionen
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00:24 01.02.2019
Aus Kostengründen könnte bei der weiteren Sanierung der Kita Köritz auf den Balkon verzichtet werden. Quelle: Alexander Beckmann
Neustadt

Die Stadt Neustadt möchte die Sanierung ihrer beiden Kindertagesstätten Köritz und Spiegelberg in absehbarer Zeit zum Abschluss bringen. Dazu will sie Geld beim Leader-Programm der EU beantragen. Zweimal jährlich besteht dafür Gelegenheit. Nächster Termin ist bereits Mitte März.

Im Auftrag der Kommune ist Norbert Rumpel vom Neustädter Planungsbüro Vega nun dabei, die Anträge vorzubereiten. Am Montag stellte er dem Sozial- und dem Stadtentwicklungsausschuss seine Entwürfe vor.

Kita Köritz soll Platz für 110 Kinder haben

„Es gibt noch viel mehr zu tun, als man vermutet“, betonte Rumpel vor allem mit Blick auf die Kita Köritz. Im Obergeschoss stehe viel Arbeit an. Es wurde bis vor einigen Jahren noch als Wohnraum genutzt und soll nun für die Kita erschlossen werden.

„Wir möchten erreichen, dass wir mit dem Ausbau der oberen Etage in Köritz bis zu 110 Kinder unterbringen können“, erklärte Amtsleiterin Kathrin Lorenz. Derzeit bietet die Einrichtung regulär Platz für gut 80 Kinder. Per Ausnahmeregelung werden aktuell über 90 betreut.

Autos fahren über das Kita-Gelände

Die Erschließung des Obergeschosses erfordert Anpassungen beim Brandschutz und bei den Fluchtwegen. Einen weiteren Schwerpunkt setzt der Planer bei den Außenanlagen. Zum einen sind die alten Pflaster- und Betonflächen dringend reparaturbedürftig. Zum anderen fahren derzeit Autos quer über das Gelände. Norbert Rumpel schlägt eine komplett andere Verkehrsführung vor.

All dies hat einen Haken: Bei den einst für die Fertigstellung des Kita-Gebäudes veranschlagten 1,7 Millionen Euro wird es nicht bleiben. Rumpels aktuelle Schätzung beläuft sich auf 2,2 Millionen. „Die alte Kostenberechnung war ja schon etwa neun Jahre alt.“ Außerdem seien die Nutzungspläne fürs Obergeschoss inzwischen erweitert worden.

Vorschlag: Treppenhaus soll doch erhalten werden

Einsparpotenzial sieht der Planer beim Balkon. Er regt an, vielleicht doch auf die Sanierung zu verzichten und diesen Gebäudeteil durch ein Terrassendach zu ersetzen. Auch auf eine zusätzliche Feuertreppe wolle man verzichten und dafür ein Treppenhaus erhalten, das nach den alten Plänen abgerissen werden sollte. „Es wird billiger“, stellte Norbert Rumpel klar. „Aber wie viel billiger, weiß ich noch nicht.“

Auch die Ausschussmitglieder traf all dies etwas unvorbereitet. „Unstrittig ist, dass die Kitas für uns das Wichtigste sind“, betonte Alexander Bleick (CDU). „Trotzdem bin ich über die Zahlen erschrocken.“ Marko Redel (Die Linke) befand: „Für uns ist wichtig, dass wir dasselbe Problem nicht in fünf Jahren wieder haben.“

Arbeiten bei laufendem Betrieb

Der Stadthaushalt halte die Eigenmittel für das Vorhaben bereit, versicherte Amtsleiterin Kathrin Lorenz – auch wenn wohl eine Kreditaufnahme nötig werde. Zudem wolle man die Bauarbeiten auf drei Jahre verteilen, weil sie bei laufendem Kita-Betrieb erfolgen müssen.

Norbert Rumpel hatte auch gute Nachrichten: „In Spiegelberg ist die Situation wesentlich erfreulicher.“ Die Sanierung sei dort weit vorangeschritten. Im Erdgeschoss seien zwei Waschräume zu erneuern. Die bislang nicht nutzbare Dachterrasse soll erschlossen werden. „Die meisten Arbeiten finden aber draußen statt.“ Es gehe um die Eingangsbereiche, die Hauptterrasse und das Pflaster im Wirtschaftshof. Die Umzäunung sei zu ersetzen. Zudem fehle es an Personalparkplätzen. Rund 420.000 Euro veranschlagt der Planer für all dies.

„Wir müssen jetzt einfach nur in die Spur kommen mit den Förderanträgen“, stellte Kathrin Lorenz klar.

Von Alexander Beckmann

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