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Neustadt Heimatstubenfest lockte mit Oldtimern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Heimatstubenfest lockte mit Oldtimern
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22:23 29.09.2018
Die Kinder versuchten sich beim Heimatstubenfest in Dreetz am Sonnabend im Leitergolf. Quelle: Sandra Bels
Dreetz

Der Utos 550 ist der ganze Stolz von Wilfried Schielke. Der Traktor ist Baujahr 1968. „Und er zieht noch immer zuverlässig seine Runden auf unserem Feld“, erzählt der Dreetzer. Er spannt mal das Häufelgerät, mal den Grubber, aber auch andere landwirtschaftliche Geräte an den alten Traktor an. „Schon mein Opa betrieb eine Feldwirtschaft, da habe ich mir viel abgeguckt“, sagt Wilfried Schielke. Für ihn ist die Landwirtschaft heute ein Hobby. Auf seinem Acker wachsen gerade Sonnenblumen für die Bienen. Ansonsten baut er Kartoffeln, Möhren und Mais an. „Alles für den Hausgebrauch“, wie er sagt.

Dreetzer feiern nicht erst im Oktober

Den Traktor zeigte Schielke am Sonnabend vor der Heimatstube in Dreetz. Das Museum beteiligte sich mit dem Fest an der Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“, die eigentlich erst Ende Oktober stattfindet. „Wir machen das hier immer ein bisschen früher, dann ist es noch nicht so kalt und die alten Maschinen sind noch nicht eingemottet für den Winter“, sagt Rita Wolf von der Heimatstube.

Zusammen mit Peter Kroehnke, Joachim Ribbe, Judith Fiedler und Sieglinde Hennig kümmert sie sich um das Museum, dass es seit 1987 im Ort gibt. Gegründet wurde es zur 650-Jahr-Feier. Gemeinsam organisieren die fünf auch das Heimatstubenfest. Neben den Oldtimern gab es Spiel und Spaß für die Kinder mit dem Jugendclub und der Jugendfeuerwehr, Kaffee, Kuchen und Bratwurst sowie die neuesten Errungenschaften des Museums zu sehen.

Die alten Maschinen sind seit 2014 dabei

ie alten Maschinen sind seit 2014 ein Muss beim Heimatstubenfest. Sie locken immer viele Besucher an. Das einst landwirtschaftlich geprägte Dreetz hat so einige Gefährte vorzuweisen. Sie bildeten eine lange Reihe die Dorfstraße entlang und sorgten für bewundernde Blicke bei der Ausfahrt durch den Ort. Mit dabei waren alte Autos, Traktoren, aber auch Eigenbauten. Dreetzer, aber auch Giesenhorster und Bartschendorfer brachten sie mit.

„In unserem Museum findet sich jeder Dreetzer wieder“, erzählt Rita Wolf. In Alben, Büchern und an den Wänden gibt es unzählige Bilder aus alten Zeiten. Ein Pfarrer hat zum Beispiel alle Paare, die er getraut hat, abgelichtet und in einem Buch festgehalten. Das Museum ist eins der ältesten Bauernhäuser im Ort. Es war immer in der öffentlichen Hand, weil es keine Erben mehr gab. In diesem Jahr wurde ins Haus investiert. „Die Fenster und Türen wurden gestrichen, die Treppe zum Hof wurde repariert“, so Rita Wolf.

Dorfgeschichte wird aufgearbeitet

Noch heute bringen die Dreetzer, was sie über den Ort finden, ins Museum. „Wir haben mittlerweile so viele Exponate, dass wir den Dachboden ausbauen könnten“, so Rita Wolf. Sie und ihre Mitstreiter wollen Stück für Stück die Geschichte des Ortes aufarbeiten. Sie gestalteten bereits Heimatabende zu den Themen Dreetz als Siedlungsstandort und Sprengchemie.

„Derzeit beschäftigen wir uns mit der Landwirtschaft“, erzählt Rita Wolf. Nahezu jede Familie sei damit verbunden. Filme wurden digitalisiert und für Januar ist ein weiterer Heimatabend geplant. „Wir könnten schon jetzt so viel Interessantes berichten“, so Rita Wolf. Joachim Ribbe freute sich über das rege Interesse am Heimatstubenfest. „Bei uns ist es nie langweilig“, sagt er. Er weiß auch, dass die Bewohner solche Anlässe nutzen, um sich zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die meisten würden sich unter der Woche kaum sehen und deshalb beim Fest die Gelegenheit nutzen, zusammen zu kommen.

Vor der Heimatstube standen die Oldtimer zum Anfassen und Mitfahren. Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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