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Neustadt Jäglitz-Brücke mit mehr Rost als erwartet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Jäglitz-Brücke mit mehr Rost als erwartet
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00:21 10.11.2018
Nach dem Ausbau unverkennbar: Die Doppel-T-Träger der Brücke waren erheblich korrodiert, vor allem an den Unterseiten. Quelle: Amt Neustadt
Schwarzwasser

Bei der Neustädter Amtsverwaltung geht man mehr denn je davon aus, dass es die richtige Entscheidung war, auch die Träger der Brücke bei Schwarzwasser zu demontieren und durch neue zu ersetzen. Der Sieversdorfer Bürgermeister Hermann Haacke hatte diesen Teil der Brückensanierung kürzlich als unnötig kritisiert.

Mitte Oktober begann die Demontage der alten Brücke. Die neue soll zum Jahresende fertig sein. Quelle: Alexander Beckmann

„Ganz am Anfang der Planung hatten auch wir wirklich gedacht, wir könnten das entrosten und neu konservieren“, berichtet der zuständige Mitarbeiter der Neustädter Bauverwaltung Daniel Bloch. Allerdings habe man wegen des damit verbundenen finanziellen Aufwandes Abstand von diesem Vorgehen genommen und sich für einen Austausch entschieden.

Demontage offenbarte Schäden

Inzwischen sind die alten Stahlträger demontiert. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Entscheidung richtig war, so Bloch. „Es geht um die Unterseiten der Träger. Die sieht man normalerweise nicht. Aber der Brückenprüfer fährt ja mit einem Boot unter die Brücke und er hat den Zustand dort seit Jahren bemängelt.“

Nach dem Ausbau der Träger sei die Korrosion jetzt offensichtlich geworden, betont Daniel Bloch. Vor allem an den Auflageflächen im Widerlager habe der Rost die fingerdicken Bleche fast komplett durchdrungen. „Der Baubetrieb hatte ja gedacht, er könnte die Träger noch für andere Zwecke verwenden. Von der Idee hat er sich verabschiedet.“

Dauerhafte Lösung vorteilhaft

Amtsdirektor Dieter Fuchs stellt sich klar hinter das Vorgehen der Bauverwaltung. Vielleicht hätte man das Tragwerk der Brücke mit viel Aufwand noch für einige Zeit bewahren können. Trotzdem: „Es wäre doch unverantwortlich, jetzt einen neuen Oberbau auf Träger zu setzen, die uns nach wenigen Jahren wieder Probleme machen.“

Dass die Brücke bei Schwarzwasser nach nur rund zwei Jahrzehnten fast komplett ersetzt werden muss, liegt offenbar zu einem guten Teil daran, dass man in den 90er Jahren Holz als Material für Fahrbahn und Brüstungen gewählt hatte. Es verrottete deutlich schneller als damals erwartet und bot zudem der Feuchtigkeit freien Zugang zum stählernen Unterbau.

Mehr Verkehr wird nicht erwartet

Für den Ersatzbau kommen bei Schwarzwasser wieder Stahlträger zum Einsatz. Auch die Widerlager der Brücke werden weitergenutzt. Der Oberbau, der alles abdeckt und die Fahrbahn trägt, besteht künftig aber aus Beton.

Die Befürchtung von Anwohnern, dass damit deutlich mehr und schwerere Fahrzeuge durch Neu-Roddahn fahren werden, teilt man in Neustadt derzeit nicht. Die Tonnagebegrenzung für die Brücke und die Verkehrssituation an sich blieben ja unverändert.

Die Amtsverwaltung hatte vom 25. September bis zum Baubeginn am 8. Oktober eine automatische Verkehrszählung nahe der Brücke vorgenommen. In den knapp zwei Wochen wurden 538 Fahrzeuge erfasst, also etwa 45 am Tag. Ihre durchschnittliche Geschwindigkeit betrug 24 Stundenkilometer. Spitzenwert war Tempo 58.

Von Alexander Beckmann

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