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Neustadt Seniorenheim macht auf Probleme aufmerksam
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Seniorenheim macht auf Probleme aufmerksam
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01:15 17.03.2019
Der Seniorenbeirat des Altkreises Kyritz traf sich dieses Mal im Heim „Dosseblick" in Neustadt. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Das zur KMG-Kliniken-Gruppe gehörende SeniorenheimDosseblick“ in Neustadt plant, von der Stadt Flächen zu erwerben, um mittels einer Erweiterung für eine neue Raumstruktur zu sorgen. „Zudem soll die prekäre Parkplatzsituation entschärft werden“, informierte die Leiterin der Einrichtung, Heike Hartmann, am Donnerstagnachmittag ihre zahlreichen Gäste.

Es waren die Mitglieder des Seniorenbeirates des Altkreises Kyritz sowie Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs und die für den Sozialbereich zuständige Amtsleiterin Kathrin Lorenz.

Seniorenbeirat freut sich über Einrichtungen als Mitglieder

Dass für das regelmäßige Treffen diesmal das Heim „Dosseblick“ ausgesucht wurde, kam nicht von ungefähr. „Wir haben die Pflegeeinrichtungen gerne als Mitglieder bei uns“, sagte die Beiratsvorsitzende Sigrid Schumacher.

Nach den größeren vollstationären Betrieben wie zum Beispiel in Kyritz der Seniorenwohnpark und das Heim „Azurit“ freue sie sich nun auch auf die Neustädter in diesem Reigen „für noch mehr Rückkopplungen, was in der Seniorenarbeit hier bei uns schon gut funktioniert und was nicht“.

Neue Anforderungen führten zu den Plänen

Die Pflegeeinrichtung „Dosseblick“ öffnete Anfang 2003 ihre Türen. „Das Haus war schnell voll“, erinnerte sich Heike Hartmann. Viele Bewohner waren aus der Vorgängereinrichtung aus dem Dorf Ganz „mitgenommen“ worden.

Es gibt 96 Pflegeplätze, davon zwei für die Kurzzeitpflege und auch zwei sogenannte Palliativplätze. Darum handelt es sich um Menschen, die sonst in einem Hospiz die letzten Tage ihres Lebens verbringen würden, wie Heike Hartmann erklärte: „Wir haben auch einen Palliativarzt im Haus für die Schmerztherapie.“

Mit der geplanten Erweiterung solle der Anforderung nachgekommen werden, statt Doppelzimmern mehr Einzelbetten anzubieten und auch Familienzimmer. „Der Zeitpunkt, bis wir soweit sind, ist allerdings noch unklar“, sagte sie.

Schlechten Stellenwert von Pflegeberufen beklagt

In der Einrichtung sind 34 Stellen besetzt. Auf Nachfrage von Kathrin Lorenz musste die Seniorenheimleiterin aber gestehen: „Gefordert wird im Land eine Fachkraftquote von 50 Prozent, doch das halten wir nicht durch. Es ist äußerst schwierig, geeignetes Fachpersonal zu bekommen, weil in der Vergangenheit eben die Weichen dafür nicht gestellt wurden.“

Das sei kein hausinternes Problem, sondern ein gesamtgesellschaftliches: „Der Stellenwert von Pflegeberufen ist auch heute noch nicht besonders hoch.“ Dabei seien sie überaus anspruchsvoll, nicht nur wegen der körperlichen Belastung, sondern vor allem auch von psychischer Seite her. Heike Hartmann mit Blick auf die zu versorgenden und sehr betagten Bewohner: „Bei uns heißt es immer wieder Abschied nehmen.“

Im Landkreis werden die Plätze bald nicht mehr ausreichen

Sigrid Schumacher übertrug die Sorgen der Neustädter auf den Landkreis. Da bedürfe es eines durchdachten Altenhilfeplanes. Die derzeit 15 vollstationären Einrichtungen mit ihren 1070 Pflegeplätzen und 74 Kurzzeitplätzen würden bald nicht mehr ausreichen.

„Aktuell haben wir unter unseren etwa 100 000 Bewohnern schon 52,1 Prozent, die älter sind als 50 Jahre. Davon gelten rund 12,5 Prozent als pflegebedürftig. Diese Zahl steigt“, sagte Sigrid Schumacher.

Von Matthias Anke

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