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Neustadt Von der Kehrmaschine enttäuscht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Von der Kehrmaschine enttäuscht
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15:25 05.11.2018
Die Kehrmaschine erfüllt in Neustadt nicht die Erwartungen. Quelle: Peter Geisler
Neustadt

Die Straßenreinigung sorgt in der Neustädter Kommunalpolitik seit Jahren für wiederkehrende Diskussionen. Bei der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses musste Bauamtsleiter Wolfgang Burau konstatieren, dass es auch mit dem seit knapp zwei Jahren angewendeten Modell nicht so läuft wie erhofft.

Seit 2017 fährt im Auftrag der Kommune regelmäßig eine Kehrmaschine durch die Stadt – zumindest durch einen Teil der Straßen. Deren Anwohner müssen dafür Gebühren bezahlen, sind aber im Gegenzug von der Straßenreinigungspflicht befreit. Ein Ziel dieses Vorgehens war ein besseres Stadtbild.

Manche Rinnsteine setzen sich zu

Doch das will sich offenbar nicht so recht einstellen. Die Kehrmaschine komme angesichts der baulichen Gegebenheiten an bestimmte Stellen einfach nicht richtig heran, berichtete Wolfgang Burau dem Stadtentwicklungsausschuss. In der Folge setzten sich manche Rinnsteine zu, Unkraut wachse. Andernorts stehen der Maschine immer wieder parkende Autos im Weg. Bisher sei keine Lösung gefunden, wie man damit umgehen soll. Im Grunde müsste man aufwändig manuell nacharbeiten. „Wir sind überhaupt nicht froh damit, wie das da aussieht“, so der Bauamtsleiter.

Wolfgang Burau zieht den Schluss: „Wir kommen da mit den zehn Einsätzen der Kehrmaschine im Jahr nicht hin.“ Um das Ergebnis zu verbessern, sollten die Stadtverordneten kürzere Abstände zwischen den Reinigungsaktionen in Erwägung ziehen. Derzeit kommt die Kehrmaschine von Frühjahr bis Herbst alle vier Wochen.

Rückkehr zum alten System?

Eventuell, so Burau weiter, müsse man auch darüber nachdenken, an den Stellen, an denen das maschinelle Kehren nicht funktioniert, wieder zum alten System zurückzukehren – also Reinigung durch die Anlieger und dafür Verzicht auf Gebühren.

Dem konnte Alexander Jachmann, Stadtverordneter der Linken, nur beipflichten: „Wir hatten ja sowieso gesagt: Nach zwei Jahren wollen wir das Thema noch mal auf die Tagesordnung bringen.“ Auch seiner Erfahrung nach seien viele Bürger unzufrieden mit dem Ergebnis der maschinellen Straßenreinigung und würden die Arbeit lieber wieder selbst übernehmen. Zudem gebe es große Bereiche, mit denen die Maschine prinzipiell überfordert sei, wie beispielsweise in der Robert-Koch-Straße mit ihren Parktaschen.

Schon vor einem Jahr hatte die Verwaltung mehr Einsätze der Kehrmaschine empfohlen, um das Reinigungsergebnis zu verbessern: jährlich 18-mal statt nur zehnmal. Das hatten die Stadtverordneten mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Von Alexander Beckmann

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