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Neustadt Trainieren für die Hengstparade
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Trainieren für die Hengstparade
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17:36 28.08.2018
Die Proben für die Hengstparade in Neustadt laufen. Quelle: André Reichel
Neustadt

Für die Neustädter Gestüte sind die Hengstparaden eines der wichtigsten Großereignisse im Terminkalender. Zehntausende Besucher werden auch diesmal wieder erwartet. Die Vorbereitungen sind längst in vollem Gange und damit an den drei Sonnabenden 8., 15. und 22. September auch wirklich alles klappt, üben fast täglich die Teilnehmer der verschiedenen Schaubilder mit ihren Pferden.

Am Dienstag früh ab 9 Uhr machten sich beispielsweise die acht Gespanne auf den Weg zum Übungsplatz, die bei den Hengstparaden die Zweispänner-Fahrquadrille vorführen werden. Ronny Voigt, stellvertretender Stutenmeister, ist seit zwei Jahren bei den Hengstparaden für das Schaubild der Zweispänner-Fahrquadrille zuständig und somit auch für die Proben. Ihm zur Seite steht der erfahrene Fahrausbilder Rainer Stübing. Seit 1973 ist der 62-Jährige schon in den Neustädter Gestüten tätig und bis auf ganz wenige Ausnahmen war er auch bei allen Hengstparaden ganz vorn mit dabei.

Jeder Fahrer hatte einen Handzettel, an dem er sich orientieren konnte. Quelle: André Reichel

So verwundert es auch nicht, dass neben Ronny Voigt immer wieder auch Rainer Stübing den anderen Fahrern beim allerersten gemeinsamen Training am Dienstag früh klare Ansagen machte. Vor einem Monat kristallisierte sich das Team der Fahrer deutlich heraus. „Genug Leute dafür zu finden, wird Jahr für Jahr schwieriger, denn Fahren gehört nicht mehr zur Ausbildung“, berichtet Rainer Stübing. Viele seiner Kollegen sind bereits in Rente gegangen. Mit 62 Jahren ist er der älteste Fahrer in der Runde.

Sämtliche Teilnehmer sind Mitarbeiter der Gestüte. Für Kim Rieger, die neben Rainer Stübing auf dem Wagen saß, ist die Teilnahme an der diesjährigen Hengstparade eine Premiere, denn sie hat erst am Montag mit ihrer Ausbildung begonnen. Als Anfängerin kann sie von alten Hasen, wie dem Fahrausbilder Rainer Stübing allerhand lernen. „Nur die Nervosität, die muss sie selbst überwinden“, sagt Rainer Stübing.

Hier üben die Teilnehmer der Zweispänner-Fahrquadrille. Quelle: André Reichel

Ungeübt sind auch die Pferde, mit denen Stübing, Voigt und all die anderen ihr Schaubild einstudieren. „Es sind alles Zuchtstuten, die nur zu den Hengstparaden vor einen Wagen gespannt werden“, sagt Rainer Stübing. In verhältnismäßig kurzer Zeit machten Mensch und Tier erstaunliche Fortschritte. „Anfangs übte jedes Wagenteam für sich allein. Besonders für die jungen unerfahrenen Teilnehmer war und ist die umfangreiche Choreographie eine echte Herausforderung.

Am Dienstag waren nun erstmals alle acht Wagen zusammen auf dem Platz. Nach gefühlten 1000 Runden, die allein nur zum Aufwärmen dienten, zeigten alle Teams, was sie können. „Fürs erste Mal war es schon ganz ordentlich“, lobte Rainer Stübing.

In dieser Woche werden sie noch mehre Male zusammen die Fahrquadrille üben und üben. Nächste Woche wird es dann ernst und täglich geprobt. „Ganz schnell klappt dann alles wie am Schnürchen“, sagt Rainer Stübing.

Die Teilnehmer der anderen Schaubilder sind natürlich auch zur Zeit eifrig am Trainieren. Platz genug ist ja auf dem weitläufigen Gelände der Neustädter Gestüte.

Von André Reichel

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