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Neustadt Zweiter Grundstein für ehemalige Schule
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01:15 30.11.2018
In Sieversdorf dokumentieren nun Zeitzeugnisse den Fortschritt beim Umbau der alten Schule zum Seniorenwohnhaus. Quelle: Alexander Beckmann
Sieversdorf

Die Zeremonie am Dienstag in der alten Sieversdorfer Schule erinnerte klar an eine Grundsteinlegung: Im Beisein aller am Bau Beteiligten füllte man Dokumente, die MAZ als Tageszeitung und eine Auswahl Münzen in eine Kartusche, die im Boden unter dem Gebäude versenkt wurde. Trotzdem war es etwas anderes. „Wir beurkunden heute ja nur die Öffnung und Schließung des Versorgungskanals“, sagte Bodo Knaak, der als Geschichtskenner alles vorbereitet hatte.

30 Jahre Schule, 20 Jahre Bürgerhaus

Bei den seit September laufenden Arbeiten handelt es sich um keinen Neubau, sondern um einen Umbau – wenn auch um einen grundlegenden. Von 1968 bis 1999 wurden in dem Haus Kinder unterrichtet. Nach der Schließung der Schule nutzte die Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen das Gebäude fast 20 Jahre lang als Bürger- und Vereinshaus – zumindest teilweise. „900 Quadratmeter waren einfach eine Nummer zu groß für uns“, erinnerte Bürgermeister Hermann Haacke. Der Unterhalt des Hauses drohte, die Kommune zu überfordern. „Wir haben sehr lange gebraucht, um einen Entschluss zu fassen.“

Erst der Kontakt zu Petra Friedrich brachte die richtige Idee. Die Hauskrankenpflegerin betreibt in Rhinow mit inzwischen 30 Mitarbeitern zwei Seniorenwohngemeinschaften und bietet dazu noch Tagespflege an. Eben dafür soll nun auch die Sieversdorfer Schule genutzt werden. „Wir wollen hier altersgerechtes Wohnen und die Tagespflege rein bringen“, erklärt der Bürgermeister. Petra Friedrich ergänzt, dass das Haus zehn ständigen Bewohnern und etwa 15 Tagesgästen Platz bieten werde. Bereits im kommenden Mai soll es soweit sein. Erste Anmeldungen liegen schon vor.

900.000 Euro aus der Gemeindekasse

Der Weg dahin war deutlich länger als in Sieversdorf erwartet. Rund drei Jahre lang wurde geplant und gerechnet. „Es waren doch mehr Hindernisse. als wir dachten. Unsere Beharrlichkeit hat uns bis hierher gebracht“, sagt Hermann Haacke. 900.000 Euro bringt die Gemeinde für den Umbau auf und hofft dafür auf Mieteinnahmen. Auf Fördermittel habe man bewusst verzichtet: Das hätte die Vorbereitungen weiter verzögert und zudem eine langfristige Zweckbindung mit sich gebracht.

Haacke denkt darüber hinaus: „Wenn unsere Gemeinden weiter existieren wollen, dann müssen wir auch in unsere Kinder investieren.“ Dort, wo es Kitas oder Schulen gibt, wachse auch die Bevölkerung. Das jedoch sei eine Aufgabe für die nächste Generation, sagt der Bürgermeister, der zur Kommunalwahl 2019 nicht erneut antreten will.

Von Alexander Beckmann

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