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Neustadt Schafehüten im Wettbewerb
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13:32 07.10.2018
Schäfer Martin Winz aus Sachsen-Anhalt gewann den Hütewettstreit. Quelle: Julia Redepenning
Lohm

Die Wanderschäferei Stockfisch aus Breddin hatte am Wochenende zu einem Wettkampf im Schafehüten nach Lohm eingeladen.

Die Schäferei ist bei Stephan Stockfisch eine Familientradition. Schon der Vater war ein Wanderschäfer und nun befindet sich auch sein Stephan Stockfischs Sohn in einer Ausbildung zum Schäfer, um in die Fußstapfen seines Vaters treten zu können.

Das diesjährige Freundschaftshüten wurde auf einer grünen Wiese bei Lohm ausgerichtet. Sechs Schäfer aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen nahmen an dem Turnier teil und zeigten allen Besuchern und auch ihren Konkurrenten, wie gut sie eine Schafherde unter Kontrolle bringen. Die Wanderschäferei Stockfisch hatte für diesen Tag eine Herde, bestehend aus 200 Mutterschafen und Lämmern, zu Verfügung gestellt.

„Im Vordergrund stehen heute nicht die Schafe und die Schäfer, sondern ihre Hunde“, erklärt Stephan Stockfisch. Die „Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde“ (AAH) liegt allen Teilnehmern sehr am Herzen.

Schäfer Martin Winz aus Sachsen-Anhalt gewann den Hütewettstreit. Quelle: Julia Redepenning

„Das Genmaterial dieser Hunde muss erhalten bleiben“ betont der Wanderschäfer Stockfisch. Aus diesem Grund waren bei dieser Veranstaltung auch nur Hunde dieser Rasse zugelassen.

Verschiedenfarbige Schäferhunde zeigten, wie gut ihr Gehorsam beim Hüten einer Schafherde ist und vielen Zuschauern wurde schnell bewusst, wie wertvoll die Arbeit dieser Tiere für ihre Besitzer ist. Zeitgleich waren immer zwei Hütehunde mit ihrem Besitzer auf dem Platz, der Haupthund und der Beihund.

Um 10 Uhr begann nach der Auslosung der Startnummer das Hüteturnier. Alle Teilnehmer mussten verschiedene Aufgaben lösen, für die etwa eine Stunde eingeplant wurde. Die Bedingungen waren für alle Schäfer gleich. Auspferchen, treiben über eine Brücke, ein enges und ein weites Gehüt, ein Verkehrshindernis und das Einpferchen standen auf der Beurteilungsliste des dreiköpfigen Richterteams.

Hütehund, der in der Furche läuft. Quelle: Julia Redepenning

Für jede Disziplin wurden Punkte verteilt und auch der Gehorsam und die Selbstständigkeit der Hütehunde wurde bewertet. Hier zeigte sich schnell, dass Hund und Hüter ein eingespieltes Team sind. Durch Pfiffe, Hör- und Handzeichen wurde die Schafherde mithilfe der Schäferhunde über das Gelände getrieben.

Ziel war es, die Schafe auf eine gekennzeichnete Fläche zu treiben und sie zum Grasen zu bringen. Auch wenn außer Wanderschäfer Stephan Stockfisch keiner vorher die Herde kannte, schaffte es jeder Teilnehmer, in der vorgebenden Zeit die gestellten Aufgaben zu lösen. Viele Schäfer unter den Teilnehmer sind nicht nur bekannt, sondern haben auch schon bei anderen Wettkämpfen ihr Können erfolgreich unter Beweis gestellt. Im Teilnehmerfeld befanden sich auch zwei Schäfer, die beim diesjährigen Bundeshüten dabei waren und auch zu den Gewinnern zählen.

Schon zum dritten Mal war die Wanderschäferei Stockfisch Veranstalter des Freundschaftshütens. Dieses Jahr konnten sich alle trotz des trockenen Sommers über eine frische grüne Wiese freuen.

Zwei altdeutsche Hütehunde. Quelle: Julia Redepenning

Am Ende des Wettkampfs konnte sich Martin Winz mit 108 Punkten über den ersten Platz freuen. Der Schäfer aus Sachen-Anhalt bekam überzeugte mit seinen zwei Hunden die Richter bekam das Prädikat „vorzüglich“.

Gastgeber Stephan Stockfisch konnte mit der gleichen Bewertung und 104 Punkten den zweiten Platz sichern. Den Gewinner wurden von der amtierenden Wollkönigin der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde ihre Pokale überreicht.

In zwei Jahren soll es wieder ein Hüteturnier geben. Wo und wann steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben.

Von Julia Redepenning

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