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Ostprignitz-Ruppin Neustadts Lindenau-Halle vor Neuverpachtung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadts Lindenau-Halle vor Neuverpachtung
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18:53 13.04.2016
Etablierte Veranstaltungen bleiben erhalten. Auch das Springreitturnier CSI soll wieder stattfinden Quelle: Alexander Beckmann
Neustadt

In nichtöffentlicher Debatte haben sich die Stadtverordneten von Neustadt kürzlich auf die Rahmenbedingungen zum neuen Pachtvertrag für die Reit- und Veranstaltungshalle „Graf von Lindenau“ geeinigt. Wie Bürgermeisterin Sabine Ehrlich (SPD) anschließend informierte, sei der Beschluss für diesen Vertragsentwurf zwar gefasst worden, mit dem die der Stadt gehörende Halle einem neuen Betreiber überlassen werden soll, allerdings nicht ohne Vorbehalte und demnach auch mit Gegenstimmen.

„Es gibt noch einige Punkte abzuarbeiten. Ich hoffe aber, dass der Vertrag zum Abschluss kommt“, sagte Sabine Ehrlich. Es gehe um Verhandlungen mit der benachbarten Stiftung Haupt- und Landgestüt sowie mit einer Bank. Wenn alles klappt, soll die Übergabe mit dem 1. Juni erfolgen.

Neustädter wollen sich auch über eine Kaution absichern

Wie Dieter Fuchs als Chef der Neustädter Verwaltung sagte, sei das dann „ein nicht unerheblicher Wert, den die Stadt in fremde Hände gibt“. So wurde neben der Pachthöhe und dem Zeitraum auch über eine entsprechende Kaution verhandelt. „Die Halle ist voll funktionstüchtig ausgestattet. Vom Kaffeelöffel bis zum Sektglas ist dort alles vorhanden“, sagte der Amtsdirektor.

Absichern wollen sich die Neustädter womöglich aber auch unter dem Eindruck, den der letzte Pächter hinterließ. Der Berliner war Anfang vorigen Jahres mit der Insolvenz einer anderen Firma in die Schlagzeilen geraten und zog sich anschließend aus dem Pachtvertrag mit der Pferdestadt. In der Folge musste das Springreitturnier CSI 2016 in Neustadt abgesagt werden. Die weitere Zukunft blieb offen. Der Hallenbetrieb wurde ausgeschrieben.

So groß die Lindenau-Halle ist, so großen Aufwand verursacht sie auch. Quelle: Matthias Anke

„Die Stadtverordnetenversammlung hat die Rahmenbedingungen für einen Pachtvertrag bestätigt, für den es leider nur einen Bewerber gab“, sagte Fuchs und bestätigte ebenso: „Es gab auch Skepsis.“ Denn zwar sei die Halle voll funktionstüchtig, jedoch müsse die Stadt Geld in die Hand nehmen, um sie tatsächlich wieder vollends auf Vordermann zu bringen. Größere Reparaturen seien schließlich Sache des Verpächters, und die seien „ schnell mal teurer als etwa 3000 Euro“. Zudem sind laut Fuchs die Pachtzahlungen „moderat“. Eine höhere Pacht zu verlangen, sei zwar möglich. „Aber die bezahlt uns niemand.“

Das demnach weiterhin für die Halle zur Verfügung zu stellende Geld werde im neuen Haushaltsplan zu berücksichtigen sein. Dieser ist auch bei der nächsten, dann öffentlichen Stadtverordnetenversammlung am Montag, 2. Mai, Thema. Laut Fuchs seien Schwerpunkte beispielsweise der Trinkwasseranschluss, Anstriche und ein Fensteraustausch. „Was die Stadt macht, ist in dem Moment auch Wirtschaftsförderung für die Region“, sagt Fuchs mit Blick auf die jüngsten enttäuschten Reaktionen allein in der Hotellerie und Gastwirtschaftsbranche, als nur das CSI ausfiel.

Vertragsdauer bis zum Jahr 2023

Bei dem neuen möglichen Betreiber handelt es sich um einen in Niedersachsen ansässigen Caterer und Veranstaltungsorganisator. Er wirbt damit, Ereignisse mit 20 bis 20 000 Besuchern zu konzeptionieren, organisieren und durchzuführen. Auch stamme er aus der „pferdenahen Szene“.

In Neustadt ist man daher guter Dinge, dass alle etablierten Veranstaltungen in der Lindenau-Halle rund ums Pferd beibehalten werden. Zudem sei das neue Engagement im Vergleich zum Vorpächter, mit dem ein Fünfjahresvertrag eingegangen wurde, ein noch längerfristiges: Der Vertrag, so er unterzeichnet wird, gilt bis Ende 2023 – für sieben Jahre also.

Von Matthias Anke

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