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Neustädter Feuerwehr: Bau kommt voran

Das jahrelange Warten hat fast ein Ende Neustädter Feuerwehr: Bau kommt voran

Jahrelang haben die Neustädter Feuerwehrleute auf die Modernisierung ihres Hauses gewartet, seit März läuft der Bau. Dabei hat das Haus aus den 80er Jahren schon die eine oder andere Überraschung offenbart.

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Die Feuerwehrleute packten selbst mit an – unter anderem bei der Demontage der alten Heizung.

Quelle: privat

Neustadt. Von außen sieht das Neustädter Feuerwehrgerätehaus noch so aus, wie es immer aussah. Innen ist es faktisch nicht mehr vorhanden.

Die Feuerwehrleute selbst haben dazu beigetragen. Anfang März zogen sie mit ihrer kompletten Ausrüstung in eine leer stehende Halle beinahe am anderen Ende der Stadt. Sogar die Heizungsanlage im alten Haus demontierten sie im Zuge diverser Arbeitseinsätze. Nun kann endlich gründlich saniert und umgebaut werden.

„Im Februar 1988 wurde das Gebäude übergeben“ erinnert sich Amtswehrführer Heino Arndt, „nach zwölfjähriger Bauzeit.“ Das meiste hätten die damaligen Feuerwehrleute nach Feierabend selbst gebaut. Immerhin: Zu der Zeit sei es eines der mondernsten Feuerwehrgebäude weit und breit gewesen. „Aber als wir mit dem Bauen angefangen haben, hatten wir ein Fahrzeug. Heute sind es sechs.“ Zwar erweiterten Anbauten die Kapazität, doch das Haus entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Die Sanitäranlagen kamen nie so recht über die 80er Jahre hinaus. Vor allem gilt für Heino Arndt: „Wir brauchen mehr Platz.“ 45 Quadratmeter Schulungsraum reichten für seine 54 aktiven Kameraden vorn und hinten nicht. „Und wir vergrößern auf jeden Fall die Umkleideräume.“

Der Baufortschritt macht sich bisher vor allem im Inneren bemerkbar

Der Baufortschritt macht sich bisher vor allem im Inneren bemerkbar.

Quelle: Alexander Beckmann

Auch bautechnisch gibt es so manches Defizit. Inzwischen ist das Gebäude komplett entkernt. Das offenbarte manche Überraschung. Wolfgang Burau, Bauamtsleiter der Neustädter Amtsverwaltung, weiß nun beispielsweise, warum die Betonböden in den Fahrzeughallen ständig Risse zeigten: Beim Bau war schlicht auf einen fachgerechten Unterbau verzichtet worden. Nach einigen Zentimetern Zuckersand – „Kies“ will der Experte das nicht nennen – kommt schon der ehemalige Wiesenboden zum Vorschein. Bei der Dachkonstruktion wurde Ende der 80er ebenfalls sichtlich gespart. Immerhin: Dicht ist das Dach noch. Es soll erhalten bleiben.

Allerdings soll es wie auch die Fassade komplett wärmegedämmt werden. Die Struktur der Sozialräume wird sich gründlich ändern. Die Maurer sind schon am Werk. Die Fahrzeughallen bekommen endlich eine Anlage zum Absaugen von Abgasen. Alles in allem entsteht hinter den alten Mauern fast so etwas wie ein Neubau.

Der Weg dahin war lang. „Mich beschäftigt die Feuerwehr seit meinem zweiten Arbeitstag in der Amtsverwaltung. Das war 2008 und noch nicht mal der Anfang“, berichtet Wolfgang Burau. Größtes Hindernis waren stets die Kosten. Erste Pläne für den Umbau hatten noch die Errichtung eines neun Meter breiten Anbaus vorgesehen, um alle Funktionen unterzubringen. Gesamtkosten von rund 1,5 Millionen Euro waren im Gespräch. „Da sind wir zurückgerudert“, sagt Burau.

Immer wieder wurde umgeplant und neu kalkuliert. Schließlich drückte man die Kosten auf eine Million Euro. Auch mit Fördermitteln klappte es schließlich. Positiv: „Die Submissionsergebnisse waren bisher so, dass wir noch einen kleinen Puffer haben“, berichtet Wolfgang Burau. Bei einem Bau dieser Art sei das aber auch absolut angeraten. „Wir wollen noch vor dem Jahresende umziehen. Die Feuerwehr soll auf keinen Fall noch länger im Provisorium sitzen.“

Doch die kommt laut ihrem Amtswehrführer momentan ganz gut zurecht. Zwar fehle ein Schulungsraum, aber „Platz ist reichlich“, schätzt Heino Arndt ein. „Es ist ja nur eine Übergangslösung.“ Und die Aussicht auf bessere Ausbildungs- und Einsatzbedingungen tröste über manches hinweg. Das wichtigste sei, dass nun endlich etwas passiert. „Die Kameraden machen das ja alles ehrenamtlich. Da sollen sie sich in ihrem Domizil auch wohlfühlen“, stellt Arndt fest. „Vielleicht finden sich durch die besseren Bedingungen ja auch wieder ein paar neue Mitglieder.“

Von Alexander Beckmann

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