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Ostprignitz-Ruppin Neustädter Marathon mit Pferd
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustädter Marathon mit Pferd
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00:29 05.08.2015
Beim Distanzreiten wurde den Teilnehmern alles abverlangt. Quelle: Beckmann
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Neustadt

Als Sportart ist es sicherlich ganz nah an der ursprünglichen Beziehung zwischen Reiter und Pferd: das Distanzreiten. In Neustadt machten sich am Sonnabend knapp 40 Mensch-Tier-Paare daran, richtig lange Strecken zu absolvieren. Zum ersten Mal seit rund zehn Jahren war das Landgestüt wieder Austragungsort eines solchen Ausdauerwettbewerbs.

„Eigentlich kam die Anregung vom Gestüt“, sagt Organisatorin Miriam Lewin, die vor zehn Jahren selbst noch dabei war. Die Berlinerin hat den Kontakt zu Neustadt trotz der Pause nie verloren: „Meine Tochter hat hier das Reitinternat besucht.“ Und außerdem seien die Bedingungen ideal. „Es ist beinahe zu gut, denn es verführt zum sehr schnellen Reiten.“

Nach dem Ritt gab es die notwendige Erfrischung. Quelle: Beckmann

Langstrecke ist kein Sprint. Das betont auch Nina Knapitsch von der Wettkampfleitung. Immerhin sind auf den zehn bis 30 Kilometer langen Rundkursen durch die Neustädter Umgebung je nach Startklasse 40 bis 80 Kilometer zu bewältigen. Weder für das Tier noch für den Menschen soll der Sport zur Qual werden. „Als Grundsatz gilt bei uns: Angekommen heißt gewonnen“, sagt Nina Knapitsch. „Man reitet gegen die Strecke, gegen das Wetter und die Bodenverhältnisse – im Rahmen seines Pferdes.“

Natürlich handle es sich um einen Wettkampf. Die Teilnehmer in Neustadt konnten sich beispielsweise für weitere Starts qualifizieren. „Der Schnellste mit einem gesunden Pferd gewinnt.“ Auf das „gesunde Pferd“ wird dabei ausgesprochen großer Wert gelegt. Nicht umsonst gibt es feste Ruhepausen mit Wasser, Futter, Abkühlung. Und vor dem Start, nach jeder Runde sowie am Ziel begutachten Tierärzte den Zustand der Pferde. Es gelten strenge Fitness-Kriterien. Wer die nicht erfüllt, wird disqualifiziert. Ständiges Training ist die Voraussetzung. „Auch die Reiter müssen fit sein“, erklärt Nina Knapitsch. „Es hilft dem Pferd wenig, wenn da oben im Sattel ein erschöpfter Mensch rumtorkelt.“

Pferde und Reiter auf der mit 80 Kilometern längsten Strecke brauchten am Sonnabend fünf bis sechs Stunden. Publikum hatten sie dabei nur wenig. Für Distanzreiter ist das normal. Denn viel zu sehen gibt es nicht: Die Teilnehmer starten je nach Distanz in Gruppen und sind dann stundenlang weg. Kopf-an-Kopf-Rennen braucht niemand zu erwarten. Eher schon mal Pärchen- und Grüppchenbildung – damit es nicht so einsam ist unterwegs. Trotzdem hat der Sport auch international seine Fans.

„Wir sagen heute Probeveranstaltung dazu“, erklärt Organisatorin Miriam Lewin. „Unser Ziel ist es, das in Zusammenarbeit mit dem Gestüt wieder hier zu etablieren.“ Vielleicht könnten im nächsten Jahr sogar schon die Landesmeisterschaften in Neustadt ausgetragen werden.

Von Alexander Beckmann

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