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Ostprignitz-Ruppin Neustädter feiern für Gambia
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustädter feiern für Gambia
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00:33 01.10.2015
Die Helfer hatten viel Arbeit ins Spendenfest investiert. Quelle: Foto: Beckmann
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Neustadt

Wie kommt man schnell an Geld? Indem man zum Beispiel Sachen verkauft, ganz klar. Das dachte sich auch der Verein „Gemeinsam für Gambia“ und veranstaltete am Sonntag ein Spendenfest in Neustadt. In „Olafs Werkstatt“ wartete ab 10 Uhr aber nicht nur ein Flohmarkt samt Kuchenbasar auf Besucher. Zugleich hatten die Vereinsmitglieder um Sabine Wroblewski eine kleine Ausstellung mit Fotos und Exponaten aus diesem kleinsten Land Afrikas vorbereitet, in dem der Verein seit Jahren Hilfe zur Selbsthilfe leistet.

Bekannt sind in der Region vor allem die regelmäßigen Hilfssendungen nach Gambia. Deren Fortsetzung war auch der Anlass für das Spendenfest vom Sonntag. „Weil wir die wertvollen Sachspenden immer noch nicht losschicken konnten“, erklärt Sabine Wroblewski aus Stüdenitz. „Der Container ist schon übervoll. Krankenhausbetten und Rollstühle helfen aber nicht, wenn sie hier im Lager schmoren.“ Doch im Moment fehle es dem Verein schlicht am Baren, um die Transportkosten begleichen zu können.

Pumpen für Brunnen fehlen

Aktuell unterstützt „Gemeinsam für Gambia“ vor allem den Aufbau von Verdienstmöglichkeiten für die in bitterer Armut lebende gambische Bevölkerung – beispielsweise mit Nähmaschinen oder mit einem Gartenbauprojekt, an dem sich derzeit etwa 50 Frauen vor Ort beteiligen. „Ohne Wasser geht nichts“, betont Sabine Wroblewski. Zwei Brunnen habe man zwar gebohrt, aber nun brauche es auch Pumpen.

Flohmarkt und Kuchenbasar der ehrenamtlichen Helfer trugen zumindest ein wenig zur Lösung des Problems bei. Bis in den späten Nachmittag konnten Einnahmen von rund 500 Euro verbucht werden – auch dank der Unterstützung durch die Neustädter Feuerwehr und eines Pferdehalters, die zum Unterhaltungsangebot speziell für Kinder beitrugen.

„Ein bisschen mehr wäre natürlich auch schön gewesen“, schätzt Sabine Wroblewski ein. Noch reiche das Geld nicht. „Aber wir sind dankbar.“ Zudem habe der Tag interessante Kontakte vermittelt, beispielsweise zu einer Reihe von Flüchtlingen, die gegenwärtig in Neustadt untergekommen sind.

Kontakt: Sabine Wroblewski, Telefon  0173/1 45 72 60, Spendenkonto: DE 26 1606 1938 000 510 22 35.

Von Alexander Beckmann

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