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Neustädter sind für jedes Szenario gerüstet

Gefahrenabwehrplan der Feuerwehren Neustädter sind für jedes Szenario gerüstet

Der sogenannte Gefahrenabwehrbedarfsplan für das Amt Neustadt und dessen Feuerwehren liegt vor. Es ist ein Plan, wie er nach gleichem Muster nun auch für Wusterhausen und Kyritz ansteht. Im Neustädter Gebiet gibt es demnach interessante Veränderungen, falls bestimmte Entwicklungen eintreten.

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Im vergangenen Jahr wurden sämtliche Einsatzfahrzeuge im Neustädter Gebiet für den neuen Digitalfunk umgerüstet.

Quelle: Matthias Anke

Neustadt. Die Feuerwehrleute aus dem Neustädter Amtsbereich sind für die nächsten Jahre bestens aufgestellt für alle möglichen Einsätze, die in diesem Gebiet auf sie zukommen könnten. Und selbst, wenn sich in ihrer jeweiligen Mitgliederstärke etwas negativ verändern sollte, weiß man schon heute, was getan werden könnte. Derart wird in dem neuen Neustädter Gefahrenabwehrbedarfsplan ins Detail gegangen, den die Mitglieder des Amtsausschusses jüngst beschlossen haben.

„Es werden Lösungen aufgezeigt, die wirklich nur für den Fall der Fälle zutreffen“, erklärt Dietmar Weiße vom Amt Neustadt, dem sogenannten Brandschutzträger, um möglichen Befindlichkeiten vorzubeugen. Schließlich sei der Inhalt dieses Konzeptes zwar mit einzelnen Wehrführungen längst besprochen, wohl aber noch nicht bis zu jedem Mitglied vorgedrungen.

Laut Plan ist beispielsweise „durch demografische Änderungen mit sinkenden Einsatzkräften territorial zu rechnen“. Als eine schon bevorstehende Konsequenz dessen ist die Auflösung der Feuerwehr von Damelack zum Ende dieses Jahres vorgesehen. Zudem könnte es „bei nicht erfolgtem Aufbau einer stabilen Führungsstruktur“ zu einem Zusammenschluss der Wehren von Breddin und Stüdenitz kommen. Und „perspektivisch“ ist darüber hinaus eine „Angliederung“ der Feuerwehr Giesenhorst an Dreetz möglich, jedoch nur, „wenn die Zahl der ausgebildeten Feuerwehrkräfte im Standort Giesenhorst dauerhaft nicht mehr den Anforderungen entspricht“. Derzeit aber ist die Giesenhorster Wehr noch „personell stabil“. Festgeschrieben sind demnach nur Szenarien für die Frage: „Was wäre, wenn?“

Binnen zehn Minuten am Einsatzort

In Bereichen kleinstädtischer Bebauungsstruktur des Neustädter Amtsgebietes, demnach in Neustadt selbst, will die Feuerwehr bei einem „kritischen Brand“ in zehn Minuten nach Alarmierung „mit neun Funktionen“ und nach weiteren fünf Minuten „mit weiteren sieben Funktionen“ zur Stelle sein.

Bei ländlicher Bebauungsstruktur soll nun ebenso in zehn Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort eingetroffen werden, allerdings „mit sechs Funktionen“ und nach weiteren fünf Minuten „mit weiteren sieben Funktionen“. Nach dem früheren Plan von 2007 waren noch 13 Minuten festgelegt. In mindestens 80 Prozent der Einsatzfälle soll das geschafft werden.

Es heißt jedoch: „Der Erreichungsgrad liegt derzeit im Rahmen der 1. Hilfsfrist von 12 Minuten bei einem zeitkritischen Wohnungsbrand bei etwa 74 Prozent im städtischen Bereich.“

Maßgebend für den gesetzlich vorgeschriebenen Gefahrenabwehrbedarfsplan als Fortschreibung des bisherigen Plans von 2007 ist die detaillierte Bestandsaufnahme und eine erneute Analyse aller zu erwartenden Gefahren und Risiken im Gebiet. Aus der ergibt sich die personelle und technische Ausstattung der Feuerwehren samt Löschwasserversorgung.

Zudem wird sich im Plan auf Ziele geeinigt – etwa wann und wo in welcher Zeit gerettet werden soll. Auch sind dazu notwendige Aufgaben und Maßnahmen festgelegt zusätzlich zu den strukturellen Optionen. Erwähnt wird etwa die „Integrierung von arbeitsbedingt einpendelnden Einsatzkräften“ aus anderen Orten. So fahren beispielsweise Feuerwehrleute aus Dreetz, Kyritz, Zernitz-Lohm und Neuruppin nach Neustadt zur Arbeit. Sie könnten helfen, die Tagesbereitschaft zu erhöhen. Nur werden solche Arbeitnehmer bislang nirgendwo erfasst.

An der Arbeitsgruppe, die seit mehr als einem Jahr an dem neuen Plan arbeitete, waren neben Amtswehrführer Heino Arndt auch Vertreter der Nachbarfeuerwehren Wusterhausen und Kyritz beteiligt. In beiden Kommunen steht es nun ebenso an, diese neue Handlungsgrundlage für die kommenden Jahre nach gleichem Muster zu verabschieden.

Von Matthias Anke

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