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Neustädter sorgen sich um ihren Storch

Industriebrache soll Supermarkt weichen Neustädter sorgen sich um ihren Storch

Die seit Jahrzehnten verfallenden Gewerberuinen in Neustadt (Ostprignitz-Ruppin) sollen einem Supermarktneubau weichen. Eigentlich eine gute Nachricht. Wenn da nicht die Nisthilfe für Störche am Rande des Geländes wäre. Was wird nun daraus, fragen besorgte Neustädter. Naturschützer zeigen sich eher gelassen.

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Der Storch ist den Neustädtern treu.

Quelle: dpa

Neustadt. Noch ist es ausgesprochen ruhig auf dem brach liegenden Gewerbegrundstück in der Neustädter Prinz-von-Homburg-Straße. Weder Bauleute, noch Störche lassen sich blicken. Doch das wird wohl nicht so bleiben.

In den nächsten Monaten sollen die Ruinen dem Neubau eines Supermarktes Platz machen. „Der Bauantrag ist gestellt“, erklärt der Neustädter Bauamtsleiter Wolfgang Burau auf Nachfrage. „Ich gehe davon aus, dass die Baugenehmigung im Frühjahr erteilt wird.“ Doch ausgerechnet dann wird auch bei den Bewohnern des Storchennestes auf dem Mast am Rande des Geländes Hochsaison herrschen.

Es gibt Neustädter, denen das Sorgen bereitet. CDU-Stadtverordneter Karl Tedsen gehört dazu. Er befürchtet, dass die Bauaktivitäten, das Aus für die Störche bedeuten könnten. „Wenn wir den Storch behalten wollen, dann müssen wir das Nest jetzt umsetzen“, fordert Karl Tedsen. Die Verwaltung werde viel zu langsam aktiv.

Die Ruinen sollen einem Neubau weichen, doch was wird aus dem Storchennest

Die Ruinen sollen einem Neubau weichen, doch was wird aus dem Storchennest?

Quelle: Alexander Beckmann

Anselm Ewert von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises widerspricht. Er kennt den Nistplatz bestens. Schließlich war der Mast Anfang der 90er-Jahre auf seine Veranlassung hin aufgestellt worden. „Das ist natürlich eine schwierige Situation“, sagt Ewert. „Aber ich denke, der Mast kann stehen bleiben.“ Die Nisthilfe stehe ja faktisch direkt auf der Grundstücksgrenze und dem Bau nicht im Wege. Falls doch, wird es kompliziert. „Wenn gebrütet wird, dann dürfte am Nest nichts mehr geändert werden“, stellt Ewert klar. „Ich freue mich, dass die Leute sich so einsetzen. Wenn da was passiert, erfahren wir das bestimmt sofort.“

Das Gewerbegrundstück ist seit Jahrzehnten ungenutzt. Nun will der Discounter „Netto“ dort einen Ersatz für seinen Neustädter Markt am Vogelsang errichten. Geplant sind rund 800 Quadratmeter Verkaufsfläche, ein Backshop mit Café sowie Parkplätze.

Von Alexander Beckmann

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