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Neustädter warten auf den Nachwuchs

Fohlen und andere Attraktionen Neustädter warten auf den Nachwuchs

Der beliebte „Fohlenfrühling“ ist nicht ganz der erste Punkt auf dem diesjährigen Veranstaltungskalender des Neustädter Haupt- und Landgestütes. Den Anfang machen am 20. Februar die Väter des 2017er Fohlenjahrgangs. Bei der Hengstpräsentation stellt das Gestüt traditionell seine Deckhengste vor.

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Die Stuten sorgen demnächst mit ihren Fohlen für einen der ersten Neustädter Höhepunkte des Jahres. Weitere schließen sich an.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Der Frost scheint den Stuten auf dem Hof des Neustädter Hauptgestütes wenig auszumachen. Neugierig begrüßen sie Besucher, traben umher, bilden Grüppchen und zerstreuen sich wieder. Höchstens etwas schwerfällig wirkt das eine oder andere Tier. Kein Wunder. Es wird langsam Zeit.

„Laut unserer Planung sollte Anfang Februar das erste Fohlen kommen“, sagt Gestütsgeschäftsführerin Regine Ebert. „Aber die Natur hat immer ein Wörtchen mitzureden.“ Elf bis zwölf Monate dauert die Trächtigkeit der Stuten. Mit 35 Fohlen rechnet man bis März oder April im Gestüt. „Den Kindergarten zeigen wir dann im Mai beim Fohlenfrühling“, kündigt Regine Ebert an.

Das beliebte Familienfest ist nicht der erste Punkt auf dem Veranstaltungskalender des Haupt- und Landgestütes. Den Anfang machen am 20. Februar nämlich die Väter des 2017er Fohlenjahrgangs. Bei der Hengstpräsentation stellt das Gestüt traditionell seine Deckhengste für die direkt im Anschluss beginnende neue Decksaison vor. Zu den Stars gehört diesmal „Ben Benicio“, den die Neustädter erst kürzlich in Kooperation mit den Gestüten Moritzburg und Prussendorf bei der Körung in Münster ersteigert haben. „Das Pferd war so spektakulär, dass wir gesagt haben: Das kaufen wir“, schwärmt Regine Ebert. Für den dreijährigen „Ben Benicio“ könnte das die erste Decksaison seiner Karriere bedeuten.

Landesmeisterschaften in der Dressur und im Springen

Am 7. Mai ist dann jeder auf den Hof des Hauptgestütes eingeladen, um die allerjüngsten Pferde und eine Reihe weiterer Attraktionen zu bewundern. Ebenfalls durchaus einen Besuch wert ist der Wettkampf im Distanzreiten vom 24. bis 26. Juni. Reiter und Pferde begeben sich dann auf bis zu 120 Kilometer lange Strecken. Vom 14. bis 17. Juli steht in Neustadt schon der nächste sportliche Wettbewerb an: die Landesmeisterschaften in der Dressur und im Springen.

Bei der Zuchtschau des Verbandes der Friesenzüchter machen am 6. August ganz besonders markante Tiere Station im Gestüt. „Diese Friesensache wird eine interessante Angelegenheit“, verspricht Gestütspressesprecherin Alexandra Lotz. „Das ist ja eine Rasse, die viele Leute begeistert.“ Das Gestüt nennt selbst zwei der schwarzen Riesen sein Eigen. Die beiden Wallache werden beispielsweise für Besucher vor den Kremser gespannt. „Wir verstehen uns als Hüter des Kulturguts Pferd“, erklärt Regine Ebert. „Wir halten verschiedene Rassen vor – ganz bewusst.“ Neben dem Deutschen Sportpferd, dessen Zucht sich das Gestüt widmet, sind also auch Haflinger, Trakehner, Noriker und Kaltblüter in Neustadt zu Hause.

Kaltblüter werden am 10., 17. und 24. September im wahrsten Sinne einen Schwerpunkt der diesjährigen Hengstparaden bilden. „Wir wollen die Vielseitigkeit der Rasse zeigen“, sagt die Geschäftsführerin. Weitere Höhepunkte seien das historische Schaubild mit der „Landiner Garde“ aus der Uckermark und die Reiterstaffel der Bundespolizei. „Ich hoffe, dass es in diesem Jahr klappt.“ 2015 hatten die Polizeireiter kurzfristig absagen müssen.

Gebäude sollen weiter saniert werden

Mit der Hubertusjagd des Sportvereins des Deutschen Bundestags am 15. Oktober, der Zucht-, Verkaufs- und Sportveranstaltung „Schaufenster der Besten“ vom 24. bis 26. November sowie der Weihnachtsgala am 3. Dezember findet das Veranstaltungsjahr im Gestüt schließlich sein Ende.

Bis dahin soll auch die Planung für die Sanierung weiterer Gebäude Fortschritte machen. Das ehemalige Hotel und das einstige Verwaltungsgebäude im Landgestüt harren noch immer ihrer Erneuerung. Derzeit favorisiert man im Gestüt die Idee, dort vor allem Wohnungen einzurichten. „Wir halten aus Sicht der Betriebsführung für sehr vorteilhaft, wenn Mitarbeiter auf dem Gestütsgelände wohnen“, sagt Regine Ebert. Auch von anderer Seite bestehe dringende Nachfrage speziell nach kleinen Wohnungen.

Zukunftsmusik. Jetzt werden, wie gesagt, erst einmal die neuen Fohlen erwartet. Nur die Besten werden auf Dauer Neustädter bleiben. „Die anderen sind trotzdem sehr gute Reitpferde oder Zuchtstuten“, verspricht Regine Ebert. Das Gestüt verkauft aber regelmäßig Tiere und erwirbt andere – alles für das Zuchtideal.

Von Alexander Beckmann

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