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Ostprignitz-Ruppin Neustart beim Reit- und Fahrverein Damelack
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustart beim Reit- und Fahrverein Damelack
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00:19 22.02.2016
Extrem beliebt ist die Damelacker Reitjagd, immer auch begleitet von einem Tross Kremser wie auf dem Bild im Jahr 2013. Quelle: Matthias Anke
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Damelack

Lothar Toppel versteht die Welt nicht mehr. Denn sein Dorf-, Reit- und Fahrverein „Florian Geyer“, der in diesem Jahr 20. Geburtstag feiert, ist nicht mehr seiner. Deshalb trat er, der 1996 der Gründungsvorsitzende war, bei der jüngsten Vorstandsneuwahl nicht mehr an. Er nannte gesundheitliche Gründe. Doch irgendwie krank gemacht habe ihn wohl erst die Kritik aus den Reihen seines Vereins, vor allem in den vergangenen Monaten, wie er selbst behauptet.

Toppel spricht von Mobbing. „Die junge Generation wollte an die Macht. Die wollen das Fahrrad neu erfinden“, sagt der langjährige Vereinsvorsitzende Toppel der MAZ – auf Nachfrage. So, wie er sich jüngst auch über die Auflösung der Feuerwehr im Dorf auf Nachfrage äußerte und nicht umgekehrt. Doch auch in der Sache sei ihm wohl anderes unterstellt worden.

Die neue Vereinschefin in Damelack richtet den Blick nach vorn

Und nun sollte offenbar also auch nichts nach außen dringen über die Querelen um ihn und den Verein. In der Tat hält sich seine Nachfolgerin mit öffentlichen Erklärungen zurück. Es ist seit wenigen Tagen Verena Blumenthal aus Damelack, die sich im Vorstand langjährig bereits um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins kümmerte. Mit Blick auf Toppel sagt sie nun: „Das ist eine Einzelmeinung. Und ich möchte auch keine schmutzige Wäsche waschen. Es gibt ja auch keine.“ Ihr Blick richte sich vielmehr nach vorn. Viel los ist schließlich erst recht in diesem Jubiläumsjahr.

So begaben sich schon vor kurzem rund 50 Wanderer, darunter Damelacker und viele Gäste, unter Leitung des Revierförsters auf die traditionelle, jetzt 20. Winterwaldwanderung des Reit- und Fahrvereins. Dieser zählte in den vergangenen Jahren zumeist zwischen 70 und 90 Mitglieder. Maßgeblich auch wegen der nahezu schon berühmten Kindervoltigiergruppe stammt die Mehrzahl aber nicht aus dem gerade mal 100 Einwohner zählenden Damelack.

Als Nächstes steht dort am 13. März die Frauentagsfeier des Vereins an. Und zum Kindertag soll es am 1. Juniwochenende wieder das Zeltlager geben.

Der 20. Vereinsgeburtstag wird dann mit einem Sommerfest gefeiert am Wochenende des 2. und 3. Juli. Wie Verena Blumenthal sagt, werde das in Verbindung mit dem alljährlichen Reiterfest geschehen. Eine Vereinspräsentation wird vorbereitet. Für den Abend wird zum Ball eingeladen, zum Tanzen also bei dann bestimmt auch vielen Gesprächen. Über nunmehr zwei Jahrzehnte lässt sich schließlich viel erzählen.

Damelacks Reitverein ist nach einem Anhänger Martin Luthers benannt

Der Dorf-, Reit- und Fahrverein „Florian Geyer“ besteht seit 1996. „Er wurde gegründet, um den Pferdesport und die dörfliche Gemeinschaft und die Gemütlichkeit zu pflegen“, heißt es auf der vereinseigenen Internetseite. Dort steht auch nachzulesen, wer derjenige ist, nach dem dieser Verein sich benannte: Florian Geyer war Anhänger Martin Luthers und im Bauernkrieg des Jahres 1525 ein wichtiger Stratege im süddeutschen Raum.

Auch über das Vereinshaus gibt es Informationen. Neben dem Vereinszelt gehört es seit 2008 quasi zum Inventar. Es heißt, Vereinsmitglieder errichteten das Haus „ohne öffentliche Unterstützung ehrenamtlich in Eigenregie“.

Informiert wird zudem über die zahlreichen alljährlichen Aktionen und Veranstaltungen und damit auch über den Höhepunkt an jedem dritten Wochenende im Oktober eines Jahres. Dann wird zur Reitjagd geblasen. Dass also im Herbst, dieses Mal am 15. Oktober, diese Reitjagd erfolgt, ist damit ein ebenso gesetzter Termin. Und an Weihnachten schließlich reiste der Damelacker Weihnachtsmann in den vergangenen Jahren schon oft per Kremser zum Weihnachtsmarkt nach Breddin.

Alle Veranstaltungen erfolgen immer in enger Abstimmung mit dem Förderverein zum Erhalt der Damelacker Kirche, sagt Verena Blumenthal. Der Förderverein wiederum kümmert sich in diesem Jahr erneut um die Kulturreihe „Damelacker Sommer“. Es dürfte also auch 2016 ein schönes Jahr werden in dem Dorf, trotz dieses gewissen Umbruchs.

„Ausgerechnet jetzt hat es mich erwischt“, klagt in dem Zusammenhang zwar Lothar Toppel, der nun auch „um des lieben Friedens Willen“ nicht mehr bei der Vorstandswahl antrat. „Es ist mir sehr, sehr schwer gefallen.“ Vereinsmitglied will er aber trotz alledem bleiben.

Von Matthias Anke

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