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Neustart in Freyenstein

Auf dem Weg nach oben Neustart in Freyenstein

Die Schlossbibliothek in Freyenstein ist gerade dabei, sich nach ihrem Einzug ins Schloss nun dort zu etablieren. Es gibt bereits neue Angebote oder es wird an solchen gearbeitet. Auch Bibliotheksmitarbeiterin Sandra Göske ist neu am Start.

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Sandra Göske betreut die Schlossbibliothek in Freyenstein.

Quelle: Björn Wagener

Freyenstein. Neue Wege führen manchmal nach ganz oben: Auf die Schlossbibliothek in Freyenstein trifft das auf jeden Fall zu. Denn sie befindet sich im zweiten Obergeschoss. Dort hat Sandra Göske ihren Arbeitsplatz. Die junge Frau verstärkt seit Anfang Februar das Team der Stadtbibliothek in Wittstock. Nach einer Einarbeitungsphase betreut sie nun seit Anfang März vorrangig die Schlossbibliothek, die dienstags und donnerstags jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Sandra Göske übernahm die Bibliothek von Christine Neumann, die nun gemeinsam mit Marion Krüger die Besucherinformation für den Archäologischen Park betreut. Sie befindet sich im Erdgeschoss des Schlosses. Beide Einrichtungen – Besucherinformation und Schlossbibliothek – zogen erst im November 2015 von der alten Schule an ihre neue Wirkungsstätte.

Angebote für Jung und Alt

Ganz oben in der Bibliothek wird zurzeit an Angeboten gefeilt, die möglichst viele Freyensteiner jeder Altersgruppe ansprechen sollen. Zunächst einmal denken Sandra Göske und ihre Chefin Georgia Arndt daran, eine Kaffee-Ecke einzurichten, in der Bücher, Zeitschriften und demnächst auch die MAZ gelesen werden können. Schließlich lädt die urige Atmosphäre geradezu dazu ein. Überhaupt sei kurz nach dem Neustart im Schloss der Bestand an Medien durchforstet worden. Ergebnis: Es gebe jetzt mehr Hörbücher, DVD’s und Zeitschriften, sagt Georgia Arndt. Insgesamt verfüge die Schlossbibliothek über 4000 Medien. Möglich wären zudem Lesekreise, ähnlich dem Literaturcafé in der Wittstocker Bibliothek im Kontor. Als besonders geeignet sehen die beiden Frauen dafür das Turmzimmer an. Es grenzt an den Hauptraum und beinhaltet zurzeit geschichtliche Literatur, auch speziell zu Freyenstein. Künftig soll es aber auch für kleine Gesprächsrunden – etwa von Vereinen – zur Verfügung stehen. Nach Ostern sei eine Aktion „Lesestart“ für Kinder geplant. Schon jetzt gebe es eine gute Zusammenarbeit mit der örtlichen Kita. Am Donnerstag, 17. März, wird Sandra Göske den Jüngsten Ostergeschichten vorlesen. Auf’s Eiersuchen und Basteln solle dann ebenfalls nicht verzichtet werden. Außerdem verfügt die Bibliothek über einen Internet-Anschluss, der von Schülern genutzt werden kann. „Der Jugendschutz ist natürlich gewährleistet“, betont Georgia Arndt. Die Hausaufgabenhilfe sei ebenfalls ein zusätzliches Angebot. „Die Kinder können natürlich jederzeit damit zu mir kommen“, sagt Sandra Göske.

„Ich wollte schon immer wieder zurück“

Die junge Frau stammt aus Wernikow, ist ausgebildete Wirtschaftsassistentin im Einzelhandel und arbeitete in den vergangenen Jahren in verschiedenen Städten bundesweit – von Stuttgart bis Hamburg. Aber die Sehnsucht nach der Heimat blieb. „Ich wollte schon immer wieder zurück“, erzählt sie. Da kam die Ausschreibung der Stelle für eine Bibliotheksmitarbeiterin in Wittstock gerade recht. „Das ist ja auch ein wirklich schöner Arbeitsplatz.“ Außer an den beiden Tagen in Freyenstein ist sie einen weiteren Tag pro Woche in der Stadtbibliothek in Wittstock im Einsatz. Georgia Arndt betont, dass beide Einrichtungen zusammengehören und Freyenstein somit auch vom Medienbestand des Hauses in Wittstock profitieren könne. Themen wie Handarbeiten oder Angeln kämen erfahrungsgemäß sehr gut an, aber auch Kochbücher und Krimis seien beliebt. Grundsätzlich solle mehr Wert auf Qualität denn auf Quantität gelegt werden. Die Bücher und anderen Medien sollen in einem ansprechenden Zustand sein, der Lust macht, ein Buch auch mal mit ins Bett zu nehmen.

100 Nutzer sind registriert

Rund 100 Nutzer seien derzeit in Freyenstein registriert – für eine Jahresgebühr von je 15 Euro. Zum Vergleich: In Wittstock gebe es etwa 2000 Leser, die regelmäßig in die Bibliothek gehen. Georgia Arndt und Sandra Göske vermuten, dass der Leserkreis in Freyenstein noch wachsen wird, wenn erst der Aufzug ins Schloss eingebaut ist und die Bibliothek damit leichter erreichbar wird. Welche Angebote künftig in der Schlossbibliothek noch hinzukommen werden, hänge auch davon ab, was die Leute wollen. Das zu ergründen, sich bekannter zu machen und selbst einzuleben, seien die nächsten Schritte für die Bibliothek. Die Vertretung für Sandra Göske übernimmt Annemarie Rossow. Sollte sich die Zweigstelle stabil entwickeln, wären auch Öffnungszeiten an Samstagen denkbar.

Von Björn Wagener

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