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Neuwahl am 6. Dezember in Liebenthal

Rücktritt des Ortsbeirates Neuwahl am 6. Dezember in Liebenthal

Liebenthal hat zurzeit keinen Ortsbeirat. Er war nicht mehr handlungsfähig, nachdem Nico Gireth und Diana Leuchtenberger das Handtuch warfen. Grund sind Zerwürfnisse mit Ortsvorsteher Thorsten Gerdes.

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Stefan Borner (vorn r.) kritisierte den Beirat bereits im April. Hinten rechts: Der damalige Ortsvorsteher Thorsten Gerdes.

Quelle: Björn Wagener

Liebenthal. In Liebenthal wird am 6. Dezember ein neuer Ortsbeirat gewählt. Das wird nötig, nachdem die beiden bisherigen Ortsbeiräte Nico Gireth und Diana Leuchtenberger kürzlich zurückgetreten sind und das Gremium dadurch aufgelöst wurde, da nur noch Ortsvorsteher Thorsten Gerdes übrig blieb. Ein Ortsbeirat muss aber aus mindestens zwei Personen bestehen.

Den deshalb anberaumten Wahltermin teilte Bürgermeister Holger Kippenhahn auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend mit. Neue Bewerber für die Mitarbeit im Ortsbeirat gebe es laut Hauptamts- und Wahlleiterin Christiane Hamelow zwar noch nicht, sie ist jedoch optimistisch, dass sich Liebenthaler für diese Aufgabe finden werden.

Auch den alten Beiräten sowie dem Ortsvorsteher steht es frei, sich erneut zur Wahl zu stellen. Ob sie das tun werden, war nicht zu erfahren. Alle drei waren nicht erreichbar. Zum Zerfall des Ortsbeirates kam es offenbar, weil es immer wieder Zerwürfnisse zwischen den Beiräten und dem Ortsvorsteher gegeben hatte.

Festzelt ohne Beschluss angeschafft

Heiligengrabes Hauptamtsleiterin Christiane Hamelow bestätigte am Mittwoch, dass ein Festzelt angeschafft worden sei, ohne dass es dafür einen Beschluss gegeben habe. Inzwischen habe man sich darauf geeinigt, dass das Zelt das private Eigentum von Thorsten Gerdes sei.

Die Probleme im Ortsbeirat hatten sich schon vor Monaten abgezeichnet. Stefan Borner kritisierte Gerdes immer wieder scharf. Auf einer Ortsbeiratssitzung im April betonte er, dass die Leute im Dorf nicht hinter dem Beirat stünden. Der Informationsfluss sei mangelhaft, und es gebe keine wirkliche Zusammenarbeit. Zwar hatte man sich auf dieser Sitzung mühsam auf eine Bürgerversammlung am 13. Mai verständigt, aber diese habe die Lage nicht verbessert, wie Stefan Borner sagt. „Es waren zwar viele Leute gekommen, aber der Ortsvorsteher konnte ihre Fragen nicht beantworten.“ Damit habe sich dieser aus seiner Sicht ins Aus katapultiert. Letztlich sahen die beiden Beiräte keine Möglichkeit mehr, ihre Aufgabe zusammen mit Thorsten Gerdes weiterzuführen. Ob sich Stefan Borner, der im März bei der Bürgermeisterwahl in Heiligengrabe Holger Kippenhahn unterlag, nun im künftigen Ortsbeirat engagieren wird, ließ er noch offen.

Bürgermeister: keine Alternative zu Neuwahlen

Der Gemeinde sei nur der Rücktritt als Fakt mitgeteilt worden, ohne Begründungen, sagt Bürgermeister Holger Kippenhahn. Aufgrund dieser Situation habe es keine Alternative zur Auflösung des Beirates und zu Neuwahlen gegeben. Geplante Veranstaltungen wie etwa die Seniorenweihnachtsfeier fänden aber trotzdem statt.

Von Björn Wagener

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