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Ostprignitz-Ruppin Nicht mehr alle Schrauben am Ventil
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nicht mehr alle Schrauben am Ventil
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19:02 22.12.2017
Der Pfosten einer Autobahnleitplanke bei Walsleben: völlig von der Säure zerfressen. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Gut vier Monate nach dem Chemieunfall auf der A 24 an der Raststätte Walsleben scheint klar zu sein, warum plötzlich aus einem der beiden Tanks des Gefahrgutlasters hochgiftige Salpetersäure austrat. „Das Bodenventil dieses Tanks wurde nur noch von vier Schrauben gehalten, vier Schrauben fehlten“, sagte Toralf Reinhardt, der Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, am Freitag auf MAZ-Nachfrage.

Drei der vier Schrauben sind abgebrochen

Laut dem Gutachten des Tüv Rheinland befanden sich auch die vier verbliebenen Schrauben nicht mehr in einem ordnungsgemäßen Zustand. Denn drei brachen ab, als der Gutachter sie rausschrauben wollte. „Sie waren durch den Kontakt mit der Säure stark korrodiert“, sagte Reinhardt. Wann es zum Austreten der Säure und zum Kontakt mit den Schrauben kam, das ist ebenso offen, wie die Fragen, wann und warum die vier Schrauben von dem Ventil verloren gegangen sind. „Die Ermittlungen dauern an“, so der Polizeisprecher. Klar sei, dass die Gutachter am Tank selbst weder Risse noch andere Schäden festgestellt haben. Möglicherweise hatten sich die Schrauben durch Fahrbahnerschütterungen gelöst. Unklar blieb am Freitag jedoch, ob das Unternehmen die Ventile regelmäßig geprüft hat.

Mehr als 350 Feuerwehrleute waren im Einsatz

Durch das undichte Ventil war Mitte August eine unbekannte Menge an Salpetersäure ausgetreten. Der Fahrer bemerkte das eher zufällig, als er auf der Raststätte Walsleben eine Pause machte. Die A 24 war wegen der Säure sowohl in Richtung Hamburg als auch in Richtung Berlin für fast 24 Stunden gesperrt worden. Mehr als 350 Feuerwehrleute aus vier Landkreisen halfen dabei, die Schäden so gering wie möglich zu halten. Bei den Arbeiten wurde eine 29 Jahre alte Feuerwehrfrau aus Wittstock schwer verletzt. Ihre Atemwege wurden verätzt, als sie nach dem Einsatz die Schutzmaske abnahm und in dem Moment der Wind drehte, so dass die Frau Säuredämpfe einatmete. Die Kosten für den Einsatz bei dem Chemieunfall belaufen sich nach derzeitigem Stand auf mehr als 330 000 Euro.

Von Andreas Vogel

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