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Ostprignitz-Ruppin Nina Hagen tritt Debatte um Stadtgestank los
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nina Hagen tritt Debatte um Stadtgestank los
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13:24 30.06.2016
Nina Hagen am Bassewitz-Brunnen inmitten von Kyritz.  Quelle: Facebook
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Kyritz

 Ob sie auch einen Farbfilm dabeihatte? Eine Digitalkamera jedenfalls hatte ihre Begleitung griffbereit, als Musikerin Nina Hagen kürzlich der Stadt Kyritz einen kleinen Besuch abstattete. Nina Hagen postete die Bilder davon kurzerhand im Internet auf ihrem Profil bei „Facebook“ und schrieb dazu: „I love Kyritz an der Knatter!“

<3 I love Kyritz an der Knatter ! Die romantische kleine Hansestadt Kyritz liegt im Naherholungsgebiet der Kyritzer...

Gepostet von Nina Hagen am Montag, 27. Juni 2016

Ein Foto zeigt, wie sich die Berlinerin am sogenannten Bassewitz-Brunnen die Skulptur vom gleichnamigen Raubritter anschaut. Dazu schreibt die berühmte Sängerin und Schauspielerin: „Die romantische kleine Hansestadt Kyritz liegt im Naherholungsgebiet der Kyritzer Seenkette (. . .) und trägt im Volksmund den Beinamen ,an der Knatter’. Das Geräusch der früher zahlreichen knatternden Wassermühlen an einem Nebenarm der Jäglitz war namensgebend. Heute ist dieser Nebenarm verrohrt und von den fünf Wassermühlen existiert nur von einer noch das Gebäude.“ Sehr interessiert zeigte sich die Berlinerin demnach an dieser Kleinstadt. Station machte sie dort vermutlich auf ihrem Rückweg von Kiel, wo sie am Wochenende ein Konzert gab. Aber auch ansonsten nutzt sie die Nebenstrecke der Autobahn Berlin–Hamburg womöglich hin und wieder. In Hamburg leben bekanntlich Mutter Eva-Maria und auch Tochter Cosma Shiva.

Nina Hagen soll Kyritz erneut besuchen kommen

Zahlreiche Facebook-Nutzer kommentieren ihren Besuch in Kyritz. Sie zeigen sich mehrheitlich überrascht. Vor allem wären ihr viele demnach gerne begegnet. Lukas Sabionski, selbst Profisänger, schreibt: „Nina!!!!!!! Ich lebe in Kyritz, ich möchte Sie unbedingt sehen!!“ Er hofft sogar auf ihre Rückkehr: „Ich möchte die Chance nutzen und Sie herzlichst in die Teetzer Dorfkirche einladen. Dort geben die Studenten meiner Gesangslehrerin und ich ein Konzert. Leider erst am Sonntag. Da sind Sie bestimmt schon über alle Berge. Teetz gehört zu Kyritz und befindet sich zwischen Kyritz und Wittstock. Ein kleiner, schöner Ort. Sonntag, 15 Uhr, in der Teetzer Kirche.“

Die meisten Kommentare im Internet jedoch beziehen sich auf folgenden Satz, den Nina Hagen ihrer Beschreibung vom idyllischen Kyritz beifügte: „Leider verpestet jetzt bestialischer Gestank die Luft in der Gegend, wo das Finanz-Amt, das Arbeits-Amt und die Polizei-Station stehen. Hilfe! Hoffentlich befreien sich die Kyritzer von diesem Problem, denn der Duft der Luft ist wie in der Gruft!“ Hagen ruft die Kyritzer sogar auf zu handeln: „Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gehört zu den Grundrechten eines Menschen im Geltungsbereich des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Es wird zusammen mit dem Recht auf Leben und dem Recht auf Freiheit der Person garantiert.“ Sie wünscht sich einen Klempnereinsatz, da sie von einer defekten Kanalisation ausgeht.

Rätselraten über den Geruchsverursacher in der Stadt Kyritz

Facebook-Nutzer machen Nina Hagen daraufhin auf die Stärkefabrik als – vermeintlichen – Geruchsverursacher aufmerksam. Daraufhin findet Nina Hagen Infos über die „Initiative Stärke ohne Gestank“ und stellt entsprechende Internetlinks dazu, die unter anderem auch zur MAZ-Berichterstattung zu dem Thema führen. Der Initiative wünscht sie viel Glück.

Dabei allerdings übersehen Nina Hagen wie so oft auch viele Kyritzer und Gäste, die sich über den innerstädtischen Geruch wundern, dass es dabei um das geruchsintensive Fruchtwasserbecken der Stärkefabrik geht – welches zwischen Rüdow und Blechernhahn steht und als weiteres Lagerbecken auch noch eine Nummer größer in Drewen.

Die innerstädtische Geruchsbelästigung indes verursacht nicht allein die Stärkefabrik, wie oft fälschlich vermutet wird. Vielmehr ist es die nebenan befindliche Firma „Bio Eton“, ein Biodieselproduzent. Jörg Vogelpohl ist einer der wenigen, die Nina Hagen darauf aufmerksam machen.

In einer Sache aber sind sich wohl alle einig: Deutschlands bekannteste Punkerin soll unbedingt wiederkommen an die Knatter, bestenfalls sogar für ein Konzert.

Von Matthias Anke

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