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Ostprignitz-Ruppin Nitrat nur im ersten Grundwasserleiter auffällig
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nitrat nur im ersten Grundwasserleiter auffällig
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00:30 31.03.2018
Die Messstelle in Schönhagen befindet sich am Weg Richtung Döllen. Quelle: Mathias Anke
Schönhagen

Es hat einen simplen Grund, warum im Grundwasser der Region Nordwestbrandenburg an drei Stellen erhöhte Nitratwerte festegestellt wurden, in benachbarten Trinkwasserwerken aber nichts davon auffiel. Wie jetzt seitens des Landesumweltamtes erläutert wird, stammt Trinkwasser mindestens aus dem sogenannten zweiten Grundwasserleiter und meist tieferen Schichten. Die Nitrat-Messungen indes erfolgen viel weiter darüber.

„Die Überwachungsprogramme des Landesamtes zur landesweiten Erfassung der Grundwasserbeschaffenheit umfassen Messstellen, die sich fast ausschließlich im ersten ungeschützten Grundwasserleiter befinden“, erklärt Sprecher Thomas Frey: „Darunter sind auch Messstellen, die eine Beeinflussung durch den Menschen anzeigen.“ Dazu würden jene Messstellen aus einem eigens dafür aufgebauten Nitratmessnetz gehören, die zuletzt auffällig waren. Die Rede ist von Konzentrationen von mehr als 50 Milligramm pro Liter.

Drei von 15 auffälligen Messstellen liegen in Nordwestbrandenburg

Laut Frey hatte das Umweltministerium auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag mitgeteilt, „dass von den 57 Messstellen des Nitratmessnetzes 15 Messstellen den Schwellenwert überschreiten“. Zu diesen 15 Stellen, die seit Ende der 1990er Jahre zweimal im Jahr erfasst werden, gehören auch jene in bei Schönhagen und Stavenow in der Prignitz sowie in Brunn bei Wusterhausen. Die Öffentlichkeit wird über die Ergebnisse der Grundwasserüberwachung durch Berichte des Landesumweltamtes informiert. Insgesamt wird dabei an 1300 Stellen gemessen.

Eine direkte Information an die jeweilige Kommune erfolgt daher offensichtlich nicht. In Gumtow etwa hatte sich Bürgermeister Stefan Freimark verwundert über die erhöhten Werte gezeigt, als er davon erfuhr. Schnell ließ sich über den Wasserversorger die Bevölkerung aber beruhigen, weil eben in den Werken keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. Zudem beziehen die Schönhagener ihr Trinkwasser aus Vehlin und die Brunner aus Tramnitz. Irrtümlich berichtet wurde zunächst, die Brunner würden es aus Trieplatz bekommen.

Bis Niederschläge tiefere Schichten erreichen, dauert es Jahrzehnte

Die Überwachung des Trinkwassers, das aus dem Grundwasser stammt, erfolgt schließlich durch die jeweiligen Wasserversorger. Es wird als „Rohwasser“ bezeichnet. Was dabei aus den tieferen Schichten gefördert wird, ist laut Landesumweltamt „gut gegenüber möglichen Stoffeinträgen durch die darüber liegenden Deckschichten“ sowie andere darüber liegende Grundwasserleiter geschützt. „Es vergehen Jahre und Jahrzehnte bis Niederschläge – dann gut gefiltert – diese tiefen Grundwasserleiter erreichen“, so Frey: „Nicht umsonst wird Trinkwasser als ein besonders streng kontrolliertes Lebensmittel bezeichnet.“ Falls jedoch bei den Überwachungsmaßnahmen Dinge bekannt werden, die eine negative Beeinflussung erkennen lassen, werden die Versorger „selbstverständlich informiert“.

Generell sei dabei der Verursacher – hier im Fall von erhöhten Nitratkonzentrationen – für die Durchführung von Maßnahmen verantwortlich, mit denen sich Werte reduzieren lassen. Frey: „In Abhängigkeit der Eintragsquelle werden dann entsprechende Auflagen durch die zuständige Behörde auferlegt.“ Zu den aktuellen Fällen laufen Untersuchungen.

Nitrat gilt zwar als ungiftig, aber es kann im Körper zu Nitrit werden. Diese kann als krebserregend geltende Nitrosamine bilden.

Von Matthias Anke

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