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Noch keine Lösung trotz neuem Eigentümer

Bahnhofsgebäude in Neustadt steht weiter leer Noch keine Lösung trotz neuem Eigentümer

Das Neustädter Bahnhofsgebäude gehört seit geraumer Zeit einem Privatmann. Doch wie sich jetzt heraustellt, ist die Zukunft dieser Immobilie damit ungewisser denn je. Auch der Verein, der das marode Gebäude retten will, löst sich gerade auf.

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Einst ging es durch das Banhofsgebäude in die Stadt.

Quelle: Matthias Anke

Neustadt. "Es gibt keinen Investitionsplan", sagt Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs im Nachgang eines Gespräches zwischem ihm und dem neuen Eigentümer. Dieser wisse offenbar nicht, was er damit anstellen könnte. Fuchs: "Die Stadt soll ihm ein Angebot machen. Aber dann hätte sie den Bahnhof gleich selbst kaufen können."

Das stark sanierungsbedürftige, denkmalgeschützte Haus stand von der Deutschen Bahn zum Verkauf. Doch die Neustädter Stadtverordneten und auch die Amtsausschussmitglieder lehnten bereits im vorigen Jahr ab, es zu erwerben - obwohl fast eine Million Euro Fördermittel abrufbereit für die Sanierung zur Verfügung standen. Den allerdings notwendigen Eigenanteil wollte man sich als stark verschuldete Gemeinde nicht aufbürden. Auf gut 1,5 Millionen Euro beliefen sich schließlich die Schätzungen für die Umbaukosten. Auch blieb unklar, wofür das Haus dann genutzt werden sollte. Im Gespräch waren neben einem Fahrkartenschalter, Läden oder Polizeidiensträumen im Erdgeschoss auch Räume für die Amtsverwaltung im Obergeschoss. Denn an der Villa gegenüber des Bahnhofsgebäudes, in der sich die Amtsverwaltung befindet, wurde unlängst ebenso hoher Sanierungsbedarf festgestellt.

Derweil hatte die DB Immobilien die Verkaufsverhandlungen für den Bahnhof ausgesetzt. Dann wurden sie wieder aufgenommen. Es gab Bietergespräche seitens der Bahn mit Interessenten. Unterdessen löste sich der Verein "Bürgerbahnhof Neustadt" auf. Im März 2010 gegründet, traten mit ihm fast 30 Mitglieder an, um das marode Gebäude zu retten. Gerade weil es aber der Bahn gehörte, konnten sie nie richtig aktiv werden. Und als klar war, dass die Stadt nicht zuschlägt, folgte die Erkenntnis: Ein solcher Verein, der über fremdes Eigentum redet, macht nicht viel Sinn.

Dieser nun fremde Eigentümer ist der Berliner Unternehmer Michael Renn. Auf MAZ-Nachfrage verweist er jedoch auf "noch laufende Gespräche". Und es sei nicht so, dass er völlig planlos wäre. Vielmehr könne er über seine weiteren Vorstellungen erst im Frühjahr nächsten Jahres etwas sagen.

Mit der Bahn hat Renns Firma jedenfalls nichts zu tun, wohl aber mit Fortbewegung und Nahverkehr im weitesten Sinne: Die Conceptdrive GmbH mit Sitz am deutschen Technikmuseum in Berlin ist auf Elektromobile spezialisiert. "Trendige Individual-Fortbewegungsmittel für Menschen, denen eine umweltfreundliche Mobilität am Herzen liegt", heißt es auf Renns Internetseite.

Von Matthias Anke

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