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Norbert Kasiske züchtet Limousin-Rinder

Heiligengrabe Norbert Kasiske züchtet Limousin-Rinder

Norbert Kasiske ist ein Landwirt, wie er im Buche steht. Eine gute Ernte ist sein ganzer Stolz. Der 64-Jährige aus Heiligengrabe züchtet seit 24 Jahren die Robustrasse Limousin-Rinder und betreibt Ackerbau. Er setzt auch ein Familienerbe fort. Bereits Großvater und Vater wirtschafteten als Bauern auf der heimischen Scholle.

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Die roten bis weizenfarbigen Limousin-Rinder sind der ganze Stolz von Norbert Kasiske.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. Kaum rollt Norbert Kasiske in seinem weißen Auto über die Wiesen, heben die Tiere der Limousin-Herde ihre Köpfe und setzen sich in Bewegung. Wenig später erreichen die roten bis weizenfarbigen Tiere den Weidezaun und wissen, dass der Herr im Hause einen Besuch abstattet. „Das weiße Auto kennen sie“, klärt Kasiske kurz auf.

Der 64-Jährige ist ein Landwirt, wie er im Buche steht. „Er geht bei seinen Tieren auf“, sagt Ehefrau Hannelore und schaut zu ihm hinüber. Beide sitzen in der Küche ihres Hauses in Heiligengrabe, das Tagwerk liegt noch vor ihnen. So wie Landwirt Norbert Kasiske mit grüner Latzhose im Schein der Küchenlampe sitzt, wird sein Gesicht in goldenes Licht getaucht. Die großen Hände fallen zuerst auf. Mit leicht verschränkten Armen sitzt er da und wägt ab, bevor er erzählt. In dritter Familiengeneration wendet er sich Tierhaltung und Ackerbau zu.

as Tagwerk kann beginnen

as Tagwerk kann beginnen: Landwirt Norbert Kasiske.

Quelle: Christamaria Ruch

Er lebt noch immer auf dem Hof, wo er Kindheit und Jugend verbrachte, und setzt auch dort das Erbe fort. Großvater Willi Schumacher und Vater Karl Kasiske waren Bauern. Sein Vater ging 1973 in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG). Norbert Kasiske lernte den Beruf des Agrotechnikers. Im September 1992 ging er als Einzelunternehmer in die berufliche Selbstständigkeit.

„Die Limousin sind Fleischrinder und haben mir gleich gefallen“, sagt er. Damals setzte er mit drei Tieren den Grundstock für den heutigen Bestand. Neben den Tieren setzt er auch auf Ackerbau. Gerade fährt er die letzte Heuernte ein, später im Sommer holt er Gerste, Roggen und Mais vom Halm. Eine gute Ernte ist für ihn „der ganze Stolz“. Kasiske ist zufrieden mit dem, was er geschaffen hat: „Natürlich kann ich mich auch über die Preise aufregen, aber was bringt das denn?“

Der Dorfgemeinschaft sind beide sehr dankbar

„Wir haben sehr gute Freunde im Dorf und die helfen uns, wenn wir sie brauchen“, sagt Hannelore Kasiske. Dann kommen bis zu zwei Hand voll Leute Norbert Kasiske Hand in Hand zu Hilfe. „Wenn mal Tiere ausbüxen, fangen sie die wieder mit ein oder wenn die Ernte ansteht, sind sie zur Stelle“, zählt Hannelore Kasiske auf. Dieser Rückhalt ist immer wieder auch Rückgrat und zeigt, wie Kasiskes im Dorf verwurzelt sind. „Mein Mann ist sehr gutmütig und beliebt“, erzählt sie. Der Dorfgemeinschaft sind beide sehr dankbar: „Niemand schaut weg, jeder fühlt sich mit verantwortlich, ob alles mit den Tieren oder Flächen in Ordnung ist.“

Jeder Tag beginnt im Haus Kasiske gegen 6 Uhr. „Wir mögen die Ruhe am Morgen und brauchen diese Stunde, frühstücken und lesen immer die MAZ“, sagt die 58-Jährige. Dann verlässt Hannelore Kasiske das Haus und geht zur Arbeit als Beiköchin, während Norbert Kasiske zu den Tieren schaut und sie füttert. „Das gesamte Futter stammt aus eigener Ernte“, sagt er. Stolz schwingt darin mit. „Das sind wirklich glückliche Tiere“, ergänzt seine Ehefrau. Beide sind 37 Jahre verheiratet, haben drei Kinder und fünf Enkel. „Mein Mann hat sich hochgearbeitet in all den Jahren“, sagt Hannelore Kasiske. Anfangs ging es mit der Harke in die Heuernte, längst entlastet Technikeinsatz diese schwere Arbeit.

Enkelsöhne stehen Pate für die beiden Bullen

Drei Tiere tragen Namen aus der Familie. Die Kuh „Hanne“ benannte Norbert Kasiske nach seiner Frau. „Weil die Kuh so zahm ist“, sagt er liebevoll. Die Enkelsöhne Robin und Collin stehen Pate für die beiden Bullen in der Herde. „Teilweise hören die Tiere sogar, wenn ich sie beim Namen rufe“, sagt er. Auch Hofhund „Blacky“, der sechs Jahre alte Labrador, hat jeden Tag seine Aufgaben. „Er ist ein Herde­hund“, so der Landwirt.

Sogar beim Filmdreh in Heiligengrabe für „Erbsen auf halb 6“ stand das Ehepaar im Jahre 2004 als Statist vor der Kamera. „Ein Bauer wurde gesucht und mein Mann ist sehr fotogen“, erinnert sie sich. Er klopfte dann als Kartenspieler ein gutes Blatt, während sie die Wirtin in dieser Filmsequenz spielte.

Von Christamaria Ruch

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