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Norddeutsche Cocktailmeister in Dorf Zechlin

Geschüttelt, gerührt und gewonnen Norddeutsche Cocktailmeister in Dorf Zechlin

Sechs Minuten, in denen fünf gleiche Cocktails gemixt werden müssen. Gewertet werden nicht nur Optik und Geschmack, sondern auch technische Details, wie sauberes und geschicktes Arbeiten.

20 Teilnehmer der Sektionen Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg-Bremen-Schleswig-Holstein wetteiferten am Sonntag in Dorf Zechlin.

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Mutig gemixt: Linda Kosmowskis Drink kommt in die Flasche. Die Deko ist eine Schlachteplatte.

Quelle: Buddeke

Dorf Zechlin . Zugegeben, ein wenig kribbelt es Lysann Gutenmorgen schon in den Fingern, wenn sie den 20 Teilnehmern der Norddeutschen Cocktailmeisterschaft beim Mixen zusieht. Immerhin ist die frischernannte Chefin des Hotels „Gutenmorgen“ eine Koryphäe am Shaker und hat es immerhin zur Deutschen Vizemeisterin gebracht. Seit sie indes die Norddeutschen Meisterschaften aus Rheinsberg ins eigene Haus geholt hat, hat sie als Gastgeberin alle Hände voll zu tun. Zum Trost bleibt ihr der Cocktailstand der Wirtschaftsjunioren, wo sie den Gästen des sonntäglichen Events den neukreierten Drink offeriert: ein Mix aus Wodka, Martini, Zitrone, Kirschsaft und Johannisbeeren. Und was beinahe noch wichtiger ist: zwei ihrer Mitarbeiter gehören zu den Wettbewerbsteilnehmern: Linda Kosmowski und Patrick Lewerenz. „Da hoffe ich doch, dass die beiden weit vorne landen“, sagt die Chefin über ihre Schützlinge, denen sie das Einmaleins des Mixens von der Pike auf beigebracht hat – Tradition verpflichtet.

Lysann Gutenmorgen war diesmal nicht am Shaker sondern als Gastgeberin gefragt

Lysann Gutenmorgen war diesmal nicht am Shaker sondern als Gastgeberin gefragt.

Quelle: Buddeke

Vor der Bühne reiht sich Glas an Glas – in allen Farben und Geschmacksrichtungen. Mit so bedeutungsschwangeren Namen wie „Sandstrand“, „Mexican Affair“, „Reden ist Silber, Genießen ist Gold“ oder „Chillie Sweden“. Und in zum Teil recht ungewöhnlicher Aufmachung. „Moin moin“ etwa kommt im Marmeladenglas daher, die Deko besteht aus Rollmops mit Roter Bete. Das klassische Katerfrühstück kommt – wen wunderts – aus Hamburg, kreiert hat es Ibrahim Yüksel. Linda Kosmowski ist noch ein Stück experimentierfreudiger: Ihr Drink „Die schönste Zeit des Lebens“ ist ein Mix aus Pernod, Jägermeister und Birnennektar, Curacao und Limette. Kredenzt wird er in einem runden Flachmann aus Ton, wie er als Kräuterschluck bei Marketendern üblich war. Und die Dekoration – jetzt ganz tapfer bleiben – ist eine klassische Mini-Schlachteplatte. So viel Mut wird belohnt: Linda Kosmowski wird nach der ersten Runde, in der Optik, Geschmack und Technik begutachtet werden, nicht nur als Siegerin im Bereich „Technik“ gekürt, sondern erkämpft sich auch den Sieg in der Sektion Berlin-Brandenburg. Damit steht sie im Finale – neben Ronald Salut aus Mecklenburg-Vorpommern und Dirk Willmer von der Sektion Hamburg-Bremen-Schleswig Holstein, der 2014 Norddeutscher Meister wurde.

Hübsch im Glas

Hübsch im Glas: die Drinks bestachen durch Farbe, Dekoration und natürlich Geschmack.

Quelle: Buddeke

In der Finalistenrunde schauen die Juroren genau hin. Und stellen Fragen. Warum ist der Drink entstanden, wer ist die Zielgruppe, warum gerade diese Mischung, sind die Zutaten rentabel für einen erschwinglichen Preis. Auf Herz und Nieren wird jeder Kandidat geprüft – und soll nebenbei auch noch mixen. Linda Kosmowski hat auf einem auf alt getrimmten Pergament genau erklärt, was ihren Drink ausmacht. Ihr gehe es um das gemeinsame Genießen, erklärt sie den vier Juroren. Und natürlich könne man das Getränk auch vor dem Trinken in Gläser füllen. Die Idee dazu kam ihr aus einem der vielen Pauschalangebote, die das Hotel „Gutenmorgen“ seinen Gästen anbietet: dem Räuberfest. Daher auch die deftige Dekoration. Ihr Tipp: zuerst einen Schluck trinken, dann herzhaft zulangen. Dass sie es bin ins Finale geschafft hat, erfreut nicht nur ihre Chefin. „Mein erster großer Erfolg“, sagt die 24-Jährige. „Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht damit.“ Mit dem Gesamtsieg „Technik“ in der Tasche ist sie denn auch nicht traurig, dass der Titel Norddeutscher Meister an Ronald Salut geht. Das Ticket für die Deutsche Meisterschaft hat sie auf jeden Fall in der Tasche.

Ronald  Salut wird am Ende Norddeutscher Meister 2016

Ronald Salut wird am Ende Norddeutscher Meister 2016.

Quelle: Buddeke

Von Regine Buddeke

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