Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Notarzteinsatz in Gnewikow: Es waren Viren

Gnewikow Notarzteinsatz in Gnewikow: Es waren Viren

Es war wohl eine Virusinfektion, mit der sich 26 Besucher des Jugenddorfes Gnewikow am Wochenende infiziert hatten. Davon geht Amtsarzt Thomas Münchow aus. Es konnten in der beliebten Freizeiteinrichtung am Ruppiner See keinerlei bakterielle Erreger nachgewiesen werden, so dass eine Lebensmittelvergiftung ausgeschlossen ist.

Voriger Artikel
Pieck-Porträt für die Heimatstube
Nächster Artikel
Jobcenter zahlt junger Mutter kein Geld mehr

Mit zehn Einsatzwagen waren die Retter in der Nacht zum Sonnabend nach Gnewikow ausgerückt.

Quelle: DPA

Gnewikow. Die körperlichen Beschwerden, wegen der neun Besucher des Jugenddorfs Gnewikow in der Nacht zum Sonnabend ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, sind wohl doch nicht auf eine Lebensmittelvergiftung zurückzuführen. Vielmehr geht Amtsarzt Thomas Münchow davon aus, dass eine Virusinfektion die Beschwerden ausgelöst hat. „Für Lebensmittel als auslösende Ursache gibt es derzeit keine Hinweise“, sagte Münchow am Dienstag. Zudem seien im Jugenddorf keinerlei bakterielle Erreger nachgewiesen worden.

26 Personen erkrankt, neun in der Klinik

Dem Gesundheitsamt liegen bisher Meldungen von 26 erkrankten Personen vor. Laut Münchow befinden sich alle auf dem Weg der Besserung. Der Rettungsdienst war am Freitagabend kurz nach 23 Uhr alarmiert worden. Fünf Rettungswagen und drei Krankentransportwagen waren nach Gnewikow gefahren sowie ein Notarzt, der Leitende Notarzt und der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes. Neun Mitglieder einer gemischten Reisegruppe aus Berlin, die zwischen acht Monaten und 22 Jahren alt sind, wurden in die Ruppiner Kliniken gebracht.

Sogenannte virale Durchfall­erkrankungen werden relativ leicht übertragen. Es reicht dafür das gemeinsame Nutzen des Bestecks aus. Auch können die Viren über Türklinken übertragen werden, wenn zuvor eine infizierte Person die Klinke angefasst hat und diese danach von jemand anderem berührt wird. Die größte Gefahr einer sogenannten viralen Infektion, die mit Erbrechen, Abgeschlagenheit und ebenfalls mit Fieber einhergehen kann, geht von dem Flüssigkeitsverlust für die betroffenen Personen aus. „Deshalb ist die wichtigste Maßnahme eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr“, betonte Münchow.

In Gemeinschaftseinrichtungen wie dem Jugenddorf Gnewikow, das Platz für mehr als 400 Besucher bietet, gelten strenge Hygienevorschriften. „Hierdurch lassen sich allerdings nicht immer leicht übertragbare Erkrankungen vermeiden“, sagte der Amtsarzt. Das Gesundheitsamt kontrolliert regelmäßig, ob die Vorschriften eingehalten werden. Für das Jugenddorf waren demnach am Wochenende zusätzliche Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen angeordnet und auch durchgeführt worden.

Von Andreas Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg