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Ostprignitz-Ruppin OPR-Feuerwehr funkt nun digital
Lokales Ostprignitz-Ruppin OPR-Feuerwehr funkt nun digital
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10:18 29.12.2015
2014 erhielt die Neuruppiner Feuerwehr Digitalfunkgeräte, jetzt kommen sie richtig zum Einsatz. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Wenn ein Einsatzleiter der Rheinsberger Feuerwehr mit der Leitstelle per Analogfunk sprechen wollte, gab es bis vor Kurzem regelmäßig Probleme. Setzte sich nämlich zum gleichen Zeitpunkt ein Kollege aus Neuruppin mit dem Zentrum in Potsdam in Verbindung, wurde der Rheinsberger oft einfach aus der Leitung geschmissen. Das lag daran, dass er relativ weit vom Sendemast entfernt war, erklärt der stellvertretende Kreisbrandmeister Olaf Lehmann. „Das kann uns jetzt nicht mehr passieren.“

Denn seit Anfang November funken die Feuerwehrleute in Ostprignitz-Ruppin grundsätzlich digital. Ab 1. Januar geht die moderne Technik in den sogenannten erweiterten Probebetrieb. Das heißt: Die Brandschützer verständigen sich miteinander und mit der Leitstelle nur noch auf digitalem Weg – auch wenn sie ihre analogen Geräte vorerst behalten. „Die dienen als Rückfallebene für den Fall, dass der Digitalfunk noch mal ausfallen sollte“, sagt Lehmann. Wie lange dieses Sicherheitsnetz im Kreis aufrechterhalten wird, das werden Experten im kommenden Jahr festlegen. Der Vize-Kreisbrandmeister geht davon aus, dass diese zweite Ebene frühestens Ende 2016 vom Netz genommen wird.

Alle sind mit den neuen Geräten ausgestattet. Quelle: Peter Geisler

Anders sieht es bei der Regionalleitstelle Nordwest in Potsdam aus, die für Ostprignitz-Ruppin zuständig ist. Dort wird der Analogfunk zum 1. Januar abgeschaltet, berichtet Leitstellen-Chef Wolfgang Hülsebeck. „Wir gehen dann mit dem Digitalfunk in den Regelbetrieb.“ Denn obwohl die neue Technik in diesem Jahr später als erwartet an den Start ging, seien nun alle Kinderkrankheiten des Systems beseitigt. Zudem verfüge der Digitalfunk selbst über eine Rückfallebene.

Diese sei gerade im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wichtig, sagt Olaf Lehmann. Denn in der Region gibt es trotz neuer Technik nach wie vor Ecken, von denen aus man schlecht funken kann. So decke der Digitalfunk bestimmte Stellen in der Nähe des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Schweinrich oder im Amt Neustadt nicht ab. „Die Kameraden wissen aber, wo diese Bereiche liegen, und reagieren entsprechend darauf.“ Manchmal reiche es schon aus, wenn man sich mit dem Funkgerät ein paar Meter bewegt, oder man wechselt in den digitalen Funkmodus. „Dann kann man die Leitstelle auf jeden Fall erreichen“, so der Vize-Kreisbrandmeister.

Bereits Mitte 2014 wurden die ersten Geräte ausgeliefert und die ersten Brandschützer auf die neue Technik vorbereitet. „Alle, die ausgebildet wurden, durften sofort mit dem Digitalfunk arbeiten, damit sie nicht gleich wieder vergessen, wie er funktioniert“, so Lehmann. Im Laufe dieses Jahres wurden alle Wehren im Kreis aufgerüstet. Bis jetzt haben 80 Prozent der 1300 Feuerwehrleute im Kreis, die funken werden, eine theoretische und praktische Ausbildung absolviert – bei rund 40 extra dafür geschulten Feuerwehrleuten, je zwei pro Wehr.

„Wenn etwas Neues kommt, dann ist der Aufschrei zuerst immer groß“, sagt Lehmann. Doch auch wenn es anfangs immer hieß, dass die neuen Geräte viel zu kompliziert seien, vermisse mittlerweile kaum noch jemand die analogen Geräte. Auch Lehmann und Hülsebeck trauern dem alten System nicht nach. „Der Analogfunk war veraltet, die Sprachqualität ist jetzt deutlich besser“, sagt Lehmann. „Gerade auf dem flachen Land ist da ein Quantensprung festzustellen“, bestätigt Hülsebeck.

Von Celina Aniol

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