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Ostprignitz-Ruppin OPR: Projekt für Langzeitarbeitslose startet gut
Lokales Ostprignitz-Ruppin OPR: Projekt für Langzeitarbeitslose startet gut
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18:19 31.08.2016
Langzeitarbeitslose sollen durch das Förderprogramm eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt bekommen. Quelle: Peter Geisler/Archiv
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Neuruppin

Seit 1. August vergangenen Jahres läuft im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ein Förderprogramm aus EU-Mitteln für Langzeitarbeitslose. Am Mittwoch zogen die Koordinatoren Margitta Schmidt und Ronald Schmidt eine Zwischenbilanz. Demnach konnten bislang 34 Menschen im Rahmen des Programms in Arbeit vermittelt werden, 23 von ihnen besitzen einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Dem gegenüber stehen vier Abbrüche. Die meisten Personen kamen im Wachschutz unter (zehn), auch Reinigungskräfte, Hauswarte (je vier) sowie Mitarbeiter in der Produktion und im Baugewerbe (je drei) sind mehrfach vertreten.

Das Ziel des ESF-Bundesprogrammes ist der Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit, in Ostprignitz-Ruppin hat man sich für den zweijährigen Projektzeitraum 40 „Integrationen“ vorgenommen. Nach gut der Hälfte der Projektlaufzeit ist das Ziel somit in greifbare Nähe gerückt. „Ich bin optimistisch, dass wir das Ziel erreichen werden und vielleicht auch ein bisschen übererfüllen“, sagte Landrat Ralf Reinhardt, der zugleich anmerkte, dass die Vorgabe bewusst „moderat“ gewählt worden sei.

Die Diplom-Betriebswirtschaftlerin Margitta Schmidt stellt die Kontakte zwischen den Unternehmen und den Jobcentern her, in denen die Langzeitarbeitlosen betreut werden. „Die Arbeitgeber stehen dem Programm sehr offen gegenüber“, sagte Schmidt mit Blick auf die ersten 13 Monate. Einige von ihnen hätten sich bereits telefonisch nach weiteren potenziellen Mitarbeitern erkundigt. Die Firmen bekommen in den ersten sechs Monaten einen Zuschuss von 75 Prozent vom Arbeitgeberbruttolohn, weitere neun Monate lang 50 Prozent und schließlich drei Monate lang 25 Prozent – offenbar ein attraktives Modell für die Firmen.

Die meisten Arbeitskräfte seien allerdings nicht von Anfang an so belastbar wie andere Angestellte, sagte Ronald Schmidt. „Wir haben Teilnehmer, die waren 15 oder sogar 20 Jahre aus dem Arbeitsprozess raus.“ Sie müssten langsam an einen gewöhnlichen Arbeitsprozess herangeführt werden. Wichtig sei dabei die persönliche Betreuung. Mindestens eine Stunde die Woche tauschen sich die ehemals Langzeitarbeitslosen mit einem Coach aus, sprechen über persönliche Ängste und Schwierigkeiten mit der Arbeit. Gerade bei den Frauen gehe es darum, auch im Alltag behilflich zu sein, beispielsweise durch die Hilfe bei der Suche nach einem Kindergartenplatz. Neben der Betreuung am Arbeitsplatz können die Teilnehmer auch Zusatzqualifikationen erwerben, wie beispielsweise einen Kettensägenschein. 230 weitere Vorschläge von Langzeitarbeitslosen, die im Programm vermittelt werden sollen, hat Margitta Schmidt derzeit noch auf ihrer Liste.

Ob das Projekt nach dem 31. Juli kommenden Jahres fortgesetzt wird, sei davon abhängig, ob die EU erneut Geld bereitstellen wird, erklärte Ralf Reinhardt. „Darüber würden uns freuen“, so der Landrat. „Die Vermittlung bedeutet zwar einen hohen Aufwand, aber wir sehen die guten Zwischenergebnisse.“

Von Mischa Karth

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