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Ostprignitz-Ruppin OPR hofft auf zehn Millionen Euro
Lokales Ostprignitz-Ruppin OPR hofft auf zehn Millionen Euro
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00:18 27.05.2016
Viel Geld ist bereits in Radwege geflossen: Erst 2014 war für mehr als eine Million Euro die Trasse zwischen Wittstock und Sewekow saniert worden. Quelle: Stadt Wittstock
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Fehrbellin

Die Stadt Wittstock darf weiterhin darauf hoffen, dass in naher Zukunft ein Radweg über Kuhlmühle bis zur Grenze nach Mecklenburg-Vorpommern gebaut wird. Damit hätten Fahrradtouristen über eine alte Bahntrasse eine gute Anbindung zur Müritzregion.

Die Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin wollte das Projekt zwar nicht dem Land zur Förderung melden. Das Land hat ein spezielles Förderprojekt für das Sanieren und Neubauen von Radwegen aufgelegt, rund zehn Millionen Euro könnten davon nach Ostprignitz-Ruppin fließen, hofft der Landkreis. Allein der von Wittstock gewünschte Radweg zur Landesgrenze würde davon allerdings laut Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) rund drei Millionen Euro verschlingen. Deshalb hatte der Kreis dieses Projekt von seiner Liste gestrichen, die beim Land zur Förderung eingereicht werden soll. Der Wirtschaftsausschuss des Kreistages OPR, der am Montag in Fehrbellin tagte, war jedoch anderer Meinung. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder dafür aus, dass das Wittstocker Vorhaben auf der Liste bleiben soll. Jedoch solle die Stadt dafür sämtliche Eigenmittel übernehmen, das wären 20 Prozent der Gesamtkosten. Bei den anderen Projekten müssen die Gemeinden lediglich fünf Prozent der Kosten beisteuern. 80 Prozent übernimmt das Land, 15 Prozent der Landkreis.

Freude in Wittstock

„Das ist eine gute Nachricht, dass das Projekt auf der Förderliste bleibt“, freute sich am Dienstag Jürgen Paul. Der Chef des Tourismusvereines Wittstocker Land könnte sich vorstellen, dass die gut 15 Kilometer lange Trasse so ausgebaut wird, dass sie nicht allein von Radlern, sondern ebenfalls von Skatern genutzt werden kann. „Wir sehen beim Fläming-Skate, dass solche Angebote gut ankommen“, so Paul.

Ob das Wittstocker Wunsch-Projekt verwirklicht wird, ist aber offen. Schließlich müsste dazu das Land seine Gesamtförderung von Radwegen in Ostprignitz-Ruppin um drei Millionen Euro erhöhen – oder andere geplante Vorhaben in der Region streichen.

Mehrere Radwege sollen verlegt werden

Auf Vordermann gebracht werden sollen laut Kreis beispielsweise die Radwege zwischen Molchow und Neumühle, zwischen Dorf Zechlin und Rheinsberg sowie zwischen Walsleben und Kränzlin. Auch die Piste zwischen Lindow und Keller steht wegen Wurzelaufbrüchen auf dem Plan. Allerdings ist dieser Radweg zu schmal. Weil er sich direkt an der Landesstraße L 22 befindet, will sich der Kreis erst mit dem Landesstraßenbetrieb verständigen, bevor dort Arbeiten beginnen. Verlegt werden sollen zudem mehrere Radwege, wie der zwischen Werder und Gottberg sowie zwischen Netzeband und Katerbow.

Von Andreas Vogel

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