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Oberschüler pflanzen Weiden am Rhingraben

Fehrbellin Oberschüler pflanzen Weiden am Rhingraben

Fehrbelliner Oberschüler pflanzen in einem zweitägigen Projekt einen Gehölzsaum am Rhingraben. Die Gewässerschutz-Aktion ist das erste gemeinsame Projekt des Wasser- und Bodenverbandes Rhin-/Havelluch und der Fehrbelliner Oberschule.

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Fehrbelliner Oberschüler und Mitarbeiter des Wasser- und Bodenverbandes Rhin-/Havelluch schneiden Weidenstecklinge zu.

Quelle: Frauke Herweg

Fehrbellin. An jedem Ufermeter zwei Stecklinge. Fehrbelliner Oberschüler haben am Dienstag mit dem Wasser- und Bodenverband Rhin-/Havelluch ein Gewässerschutzprojekt am Rhingraben gestartet. Ziel des Projektes ist es, an der Südseite des Grabens eine dichte Weidenreihe hochwachsen zu lassen. In fünf bis zehn Jahren – wenn die Bäume deutlich größer sind – soll ihr Schatten das Wachstum von Wasserpflanzen verlangsamen.

Bislang ist die Uferzone des Rhingrabens zwischen Dammkrug und Fehrbellin völlig ungeschützt. „Wasserpflanzen können sich hier prächtig entwickeln“, sagt Verbandsgeschäftsführer Helmut-René Philipp. Dabei sollte der Graben eigentlich möglichst frei sein. „Er ist ein Vorfluter und wichtig für die Entwässerung des Gebiets.“

Die Pflege des Grabens wird weniger aufwändig sein

Bis zu zweimal im Jahr müssen die Mitarbeiter des Verbandes ausrücken, um das Gewässer zu entkrauten. Der jetzt gepflanzte Gehölzsaum soll die Zahl der Einsätze später einmal senken: „Der Aufwand wird weniger werden“, sagt Philipp.

Doch die naturnahe Entwicklung des Ufers hat noch andere Vorteile. Der Gehölzsaum bietet Lebensraum für Kleintiere und hilft, Biotope zu vernetzen. Zugleich schafft der Weidenstreifen auf seiner Schattenseite ein kühles Kleinklima. Davon kann das gesamte Areal profitieren. „Wind und Sonne können Feuchtigkeit nicht so schnell raustreiben.“

Das Land hatte Gehölzstreifen empfohlen

Das Gewässerentwicklungskonzept des Landes hatte einen Gehölzstreifen für den Rhingraben empfohlen. Der Wasser- und Bodenverband wandte sich an die Fehrbelliner Oberschule, die in einem Projekt eine Patenschaft für den Rhingraben übernahm. „Eine Premiere“, sagt Philipp.

An zwei Tagen schneiden Schüler aus dem Naturwissenschaftskurs der neunten Klasse Weidenzweige zu. Zu beiden Seiten des Fahrradweges „Stille Pauline“ werden sie die Stecklinge in die Uferzone pflanzen. Philipp kann sich durchaus vorstellen, das Projekt im nächsten Jahr fortzusetzen und weitere Uferabschnitte zu bepflanzen. Auch an anderen Gräben wären Gehölzsäume sinnvoll, so Philipp – am Fehrbelliner A-Graben etwa.

Von Frauke Herweg

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