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Ostprignitz-Ruppin Ökohof Kuhhorst braucht dringend gutes Wetter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ökohof Kuhhorst braucht dringend gutes Wetter
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00:18 21.07.2017
Überflutete Weiden bei Wustrau. Die Luchbauern im Landkreis müssen mit größeren Schäden rechnen. Quelle: Geisler
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Neuruppin

Für Brandenburgs Bauern ist das Wetter gegenwärtig das wichtigste Thema. Nachdem Sturm, Hagel, und Unmengen von Wasser den Sommerbeginn bestimmt haben, hoffen Obstbauern, Landwirte und Gärtnereien nun auf gemäßigtere Feuchtigkeit und etwas Sonnenschein.

Nach Angaben des Landesbauernverbands sind nach jetzigen Erkenntnissen keine nachhaltigen Schäden zu erkennen, allerdings wird sich die Ernte durch die Nässe verzögern. Eine Ausnahme zum bisher glimpflichen Ausgang der Wetterkapriolen bildet das südliche Brandenburg, wo der Hagel erhebliche Schäden verursacht hat, die teilweise bis hin zu Totalverlusten reichen.

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin haben einige Landwirte bereits die kurzen Lichtblicke am Himmel genutzt, um die Gerste einzufahren. „Etwa ein Drittel der Gerste ist bereits geerntet“, sagt Michael Brinschwitz, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Ostprignitz-Ruppin. Allerdings liegt der Feuchtegrad etwas über den Wunschvorstellungen, er sollte möglichst nicht über 14 Prozent liegen. Etwas Wind kann dabei sehr hilfreich sein. „Dann kann schon nach zwei trockenen Tagen geerntet werden“, sagt Brinschwitz.

Die starken Regenfälle haben mancherorts Schaden angerichtet

Auf dem Ökohof Kuhhorst ist an Ernte allerdings nicht zu denken. Grünland- und Getreideflächen stehen unter Wasser. „Wir haben große Probleme, da unsere Flächen rund um Kuhhorst alle betroffen sind“, sagt Ökohof-Chef Hannes-Peter Dietrich. Wie groß der Schaden sein wird, hängt vom Wetter der kommenden Tage ab und auch wenn der Regen jetzt ausbleiben sollte, wird es schwierig werden, mit den Erntefahrzeugen auf die Flächen zu gelangen. Für die Kartoffeln wird es allerdings zu spät sein, sie haben das viele Wasser nicht vertragen.

Bei der M&F Rhinluch Agrargesellschaft in Wustrau ist der Schaden voraussichtlich nicht ganz so groß, da nicht alle Flächen betroffen sind. „80 Hektar Raps stehen im Wasser und 400 Hektar Grünland“, sagt Henning Christ. Die Rhinmilch-Agrargesellschaft konnte die Gerste nur teilweise ernten, da auch dort Flächen unter Wasser stehen. „Auf dem Grünland wird das Wasser nach und nach ablaufen, schwieriger wird es auf den Getreideflächen“, sagt Jens Winter. Problematisch ist die Situation vor allem dadurch, dass niemand so recht weiß, wohin mit dem Wasser, denn die Ablaufmöglichkeiten sind recht beschränkt und teilweise muss das Wasser einen Höhenunterschied von fünf Metern überwinden; was problematisch ist, da die Pumpsysteme aus alten Zeiten nicht mehr funktionieren.

Probleme gibt es auch in der Region bei Neustadt an der Dosse. „Dort stehen über 100 Hektar unter Wasser. Der Wasser- und Bodenverband tut, was er kann, dennoch rechnen die Bauern dort mit erheblichen Verlusten“, sagt Michael Brinschwitz. Wie die Erträge ausfallen werden, ist also derzeit noch nicht vorhersehbar. Für Kartoffeln und Mais ist der Regen eher positiv, sofern die Pflanzen nicht im Wasser stehen. Staunässe ist oft auch Ausgangspunkt der Kraut- und Braunfäule.

Die Landwirte nutzen regenfreie Tage, um die Ernte einzufahren

Es scheint, als sei der Landkreis zumindest teilweise mit einem blauen Auge davon gekommen. Während die Betreiber der Bio-Kräuterei im Landkreis Oberhavel ihren Rotkohl im Sumpf wiederfinden und auf Unterstützung aus dem Nothilfefond hoffen, ist Silke Ertel von der Rohrlacker Gärtnerei Sternhof gelassen. Unsere Felder liegen etwas erhöht, das ist günstig“, sagt sie. Wenn die Tage schön sind, müssen eben alle mit ran, dann wird wie wild geerntet.“ Sind die Kräuter feucht, werden sie nachträglich mit einem Trockner behandelt. „Kritisch wird es bei Mehltau-Befall. Dann werden sie abgemäht und treiben neu aus. Ein wenig Sonnenschein in den kommenden Tagen wäre allerdings wünschenswert.“

Von Cornelia Felsch

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