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Ökohof feiert 25. Geburtstag

Kuhhorst Ökohof feiert 25. Geburtstag

Der Ökohof Kuhhorst feierte beim Erntedankfest am Sonntag auch seinen 25. Geburtstag. Der Demeterhof, auf dem Menschen mit Behinderungen arbeiten, beschäftigt heute 120 Mitarbeiter. Sie kümmern sich um 1600 Tiere und bewirtschaften 420 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche.

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Dichtes Gedränge herrschte am Sonntag auf dem Ökohof in Kuhhorst.

Quelle: Cornelia Felsch

Kuhhorst. Aus der Idee, für Menschen mit Behinderungen ein Arbeitsangebot in der Landwirtschaft zu schaffen, ist einst der Ökohof Kuhhorst entstanden. Am Sonntag feierte er seinen 25. Geburtstag – und das mit vielen Gästen. Alle Brandenburger und Berliner waren herzlich eingeladen, und das ließen sie sich nicht entgehen. Der Acker wurde zum Parkplatz umfunktioniert. Das war auch nötig, denn es kamen mehrere Tausend Besucher aus Berlin und den umliegenden Landkreisen, um mit den Ökodörflern das besondere Erntedankfest zu feiern.

Traditionell wurde das Erntedankfest um 10 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst eingeleitet. Die Ernte ist vollbracht, es ist Zeit Danke zu sagen; und das taten an diesem Tag nicht nur Bauern vom Ökohof, sondern auch die Gäste. Sie schrieben auf bunte Karten ihre Dankesgrüße und befestigten sie an der Erntekrone. Es waren ganz unterschiedliche Dinge, für die sich die Menschen bedankten – für die Bienen, für die Liebe und ihren Schatz und für die schönen Stunden auf dem Ökohof.

Hühnerstreicheln am Hühnermobil

Hühnerstreicheln am Hühnermobil.

Quelle: Cornelia Felsch

Für Kinder und Erwachsenen hatten die Organisatoren ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet – mit Kutsch- und Traktorfahrten, Ausstellungen, einer Technikschau und Führungen. Hannes-Peter Dietrich von der Kuhhorster Führungsriege führte die Gäste als Erstes zum Hühnermobil, der neuesten Errungenschaft des Ökohofs. „Das ist ein Luxuswohnheim für ursprünglich 225 Hennen“, sagte er. Doch momentan sind es nur noch 180 Tiere; Fuchs und Marder wollen auch leben. Besucht wurden auch die alten Schweinerassen. „Achten Sie bitte darauf – unsere Schweine haben sowohl Ohren als auch Ringelschwänze.“ Das Abbeißen der Schwänze aus Langeweile – das haben die Kuhhorster Schweine nicht nötig. Sie spielen mit Bällen und wühlen im frischen Stroh. Das Futter wird auf dem eigenen Hof angemischt. Geht ihr Leben dem Ende zu, dann werden sie nicht durch ganz Europa gefahren, sondern nur zum 25 Kilometer entfernten Schlachthof in Neuruppin.

Statt zu jammern, entwickelt das Team neue Ideen

Wie schwer es ist, als Bauer derzeit klarzukommen, das bestätigte auch der Ökolandwirt. Doch die Kuhhorster jammern nicht, sie entwickeln Ideen. Ihr Getreide liefern sie direkt an die Berliner Bäcker und ihre Kartoffeln waren auch am Sonntag äußerst begehrt. Der Berliner Wolfgang Gog brachte wie in jedem Jahr gleich seine Transportkarre mit, um die erworbenen 50 Kilo Kartoffeln zum Auto transportieren zu können. „Karlena ist eine tolle Kartoffel. Nirgendwo anders bekommt man so gute mehlig kochende Kartoffeln“, sagt er begeistert.

Von Cornelia Felsch

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