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Offene Türen in der Waldschule in Karnzow

Lernen bei Fuchs und Hase Offene Türen in der Waldschule in Karnzow

Obwohl das Waldschulheim in Karnzow derzeit vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, gibt es auf dem Gelände Angebote für Groß und Klein. Waldschulleiterin Kathi Schmidt hat sie entwickelt und steht als Ansprechpartnerin für Interessenten zur Verfügung.

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Die Kinder konnten sich im Sägen von kleinen Baumstämmen, aber auch mit Hammer und Nagel ausprobieren.

Quelle: Sandra Bels

Karnzow. Fast hätte das Wetter Waldschulleiterin Kathi Schmidt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber gegen 11 Uhr hatte Petrus am Dienstag doch ein Einsehen und drehte den Hahn zu. So konnte das Sommerfest in der Waldschule Karnzow doch noch im Freien gefeiert werden.

Die ersten Kinder waren lange vor 11 Uhr mit dem Bus angekommen. Weil es so regnete, hatten Ka­thi Schmidt und ihr Team alle Aktionen nach drinnen verlegt. Rudi Rotfuchs, das Maskottchen der Waldschule, stand auf dem Tisch. Rundherum lagen Bastelmaterialien und Stifte. Juliane Popp von der Kyritzer Bibliothek las Geschichten vor und es gab Puzzle und Rätsel zu lösen. Ein paar Wagemutige hatten sich auch raus in den Regen getraut und absolvierten zum Beispiel den Moorhexenlauf. Es waren die Kinder aus der Kita „Parkspatzen“ in Nackel. Die Wusterhausener „Regenbogen“-Kinder hatten auf dem Pirschpfad im Wald alle versteckten Tiere gesucht. Auch die „Feldmäuse“ aus Kyritz ließen sich den Termin nicht entgehen. Sie waren gerade mit dem zweiten Frühstück fertig, als es endlich aufhörte zu regnen. Da ging es natürlich gleich raus an die frische Luft, um Bogenschießen, Erlebnispfad und viele andere Angebote auszuprobieren.

 Im Wald  hatten sich Tiere versteckt, die entdeckt werden wollten

Im Wald hatten sich Tiere versteckt, die entdeckt werden wollten.

Quelle: Sandra Bels

Es war das erste Sommerfest, das Kathi Schmidt als Waldschulleiterin organisiert hatte. Sie nutzte es gleichzeitig als Tag der offenen Tür. Die Prignitzerin ist seit September 2015 in Karnzow tätig und hat die Waldschule, die zur Oberförsterei Neustadt gehört, neu organisiert. Alle sollen wissen, dass auch nach dem Einzug von Flüchtlingen in das frühere Waldschulheim vor einigen Monaten in der Waldschule nicht Schluss ist. Die neue Chefin war deshalb in den vergangenen Wochen viel unterwegs, um die Werbetrommel zu rühren. Viele neue Kontakte hat sie seitdem aufgebaut, alte aus der Zeit ihrer Vorgängerinnen reaktiviert. Die pädagogische Mitarbeiterin ist gelernte Verwaltungsfachangestellte und war früher im Schulamt tätig. Nach dessen Umstrukturierung wechselte sie zur Oberförsterei Gadow, wo sie sich auch schon um die Waldpädagogik kümmerte. Im September holte sie Peter Jork, Leiter der Oberförsterei Neustadt, nach Karnzow – wo sich die Waldschule auf dem Gelände des Landesbetriebs Forst, aber in Trägerschaft der Oberförsterei Neustadt befindet.

Das frühere Waldschulheim wird vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin als Übergangswohnheim für Flüchtlinge genutzt. „Wir haben es nicht komplett weggegeben und sind weiterhin Eigentümer“, sagt Peter Jork. Wenn er wir sagt, meint er den Landesbetrieb Forst. Er hat mit dem Landkreis zunächst einen Vertrag über ein Jahr geschlossen. „Dieses Jahr wäre im Dezember zu Ende“, sagt Iris Rüthnick, Leiterin der Service-Einheit Karnzow vom Landesbetrieb Forst. Sollte der Vertrag nicht gekündigt werden, verlängere er sich um ein Jahr. Wie es im Dezember weitergeht, das wusste Iris Rüthnick noch nicht.

 Der Moorhexenlauf über die Baumscheiben fand noch im Regen statt

Der Moorhexenlauf über die Baumscheiben fand noch im Regen statt.

Quelle: Sandra Bels

Britta Avantario, Pressesprecherin des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, sagte gestern, dass der Kreis sich frühestens im August dazu äußern könne, ob das Waldschulheim künftig noch als Übergangswohnheim benötigt wird oder nicht. Derzeit gebe es keine Zahlen, die man für eine Entscheidung zu Rate ziehen könne, so die Sprecherin des Landrats.

Iris Rüthnick sagte, dass es bisher keine Probleme mit den neuen Bewohnern des Waldschulheims gegeben habe. Sie würden sogar gern das Gelände der Forst nutzen. Das bestätigt auch Kathi Schmidt, die schon etliche Nachmittage mit Flüchtlingskindern verbracht hat. Sie basteln zum Beispiel gern bei ihr in der Waldschule.

Ferienspiele im August

Kathi Schmidt bastelt selbst gern. „Vieles, was ich in der Waldschule anbiete, probiere ich vorher zu Hause mit meiner jüngsten Tochter aus“, erzählt sie. Einige dieser Angebote gibt es auch in den Ferienspielen, die die Waldschulleiterin vom 22. bis 26. August veranstalten will. Die Kinder kommen morgens um 9 und bleiben bis 15 Uhr. Zu erleben gibt es für sie unter anderem den Hüttenbau im Wald und eine Tageswanderung zum Flachlandspeicher in Stolpe. „Wir machen Lagerfeuer und basteln Boote, die wir später schwimmen lassen können“, sagt Kathi Schmidt. Sie will mit den Kindern auch Kräutersuppe kochen und Tiermasken basteln und ihren ganz spielerisch Wissenswertes über den Wald vermitteln. „Ich habe noch so viele andere Ideen“, sagt sie. Dazu gehören unter anderem das Anlegen einer Kräuterspirale auf dem Gelände der Waldschule und der Bau einer Feuerstelle. Beide Projekte will Kathi Schmidt zusammen mit Kindern realisieren.

Teilnahme: Anmeldungen für die Ferienspiele nimmt Kathi Schmidt unter Tel.  033971/8 82 56 oder unter 0172/3 04 55 09 entgegen.

Von Sandra Bels

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