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Offener Hof zur Landpartie

Heilbrunn Offener Hof zur Landpartie

Heilbrunn ist seit 162 Jahren Wohn- und Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Bei der Brandenburger Landpartie am Wochenende 10./11. Juni geben sie Einblicke in ihr tägliches Leben.

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Die Einfahrt nach Heilbrunn führt direkt zum ersten Haus, das dort 1855 gebaut worden war als Heim für alleinstehende Männer.

Quelle: Sandra Bels

Heilbrunn. Bei dem Wort Landpartie denken viele Menschen gleich an Kühe gucken und Trecker fahren. Dass die Arbeit auf dem Land und in der Landwirtschaft aber viel mehr als das ist, zeigt am Wochenende 10./11. Juni die 23. Brandenburger Landpartie.

Bereits zum fünften Mal dabei ist Heilbrunn. Das etwas andere Dorf ist ein riesiger Hof sechs Kilometer entfernt von Wusterhausen, der Menschen mit Behinderungen und psychisch Kranken Arbeit und Wohnung bietet. Die Stephanus-Stiftung beschäftigt dort 58 Menschen mit Handicap in der Landwirtschaft. Sie werden von 18 Mitarbeitern unterstützt. Dazu gehören Gruppenleiter, Saisonkräfte und Verkäuferinnen.

Die Beschäftigten kümmern sich um 206 Rinder. Es gibt 300 Schweine und vier Haflinger. „Ende Juni kommen 150 Enten und 50 Gänse als Braten zu Weihnachten dazu“, sagt Betriebsstättenleiter Burkhard Brandt. Es gibt auch eine Abteilung Feldbau und eine Hauswirtschaftsgruppe, die die Arbeitskleidung wäscht und für Sauberkeit sorgt. In der Wohnstätte, zu der auch ein Haus in Ganz gehört, leben derzeit 72 Menschen. Zwölf sind Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren, die eine Intensivbetreuung benötigen. Alle anderen sind Rentner.

Der Grundstein wurde im Jahr 1855 gelegt

Im Jahr 1855 wurde der Grundstein für Heilbrunn gelegt. Eine Hamburger Organisation baute damals ein Bettenhaus für 30 alleinstehende Jugendliche und Männer, die vorher auf Gut Tornow lebten. Das alte Haus ist heute noch Wohnhaus. Damals gab es einen kleinen Garten, Ziegen und Schafe. „Die Bewohner mussten sich mit der Landwirtschaft ihren Lebensunterhalt verdienen“, erzählt Burkhard Brandt. Bis zur Wende blieb das so. 1972 stieg die Stephanus-Stiftung in Heilbrunn ein. Auch heute arbeiten die Heilbrunner für ihren Lebensunterhalt. „Wir erwirtschaften schwarze Zahlen“, so Brandt.

Am Wochenende 10./11. Juni geben die Bewohner und Beschäftigten einen Einblick ins tägliche Leben beim Hoffest. „Dabei bieten wir unsere eigenen Produkte an“, so Brandt. Heilbrunn hat einen Hofladen, in dem die hauseigenen Fleisch- und Wurstwaren verkauft werden.

Von Sandra Bels

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