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Ostprignitz-Ruppin Offenes Atelier bei Familie Rein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Offenes Atelier bei Familie Rein
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00:17 10.05.2017
Die Besucher saßen inmitten der Kunstwerke. Quelle: Sandra Bels
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Ganz

Ein paar Jahre ist es schon her, dass Valeska Rein sich ihr Kunstwerk „Der Raub der Europa“ zuletzt angeschaut hat. Das fünf mal vier Meter große Bild entstand noch während ihrer Studienzeit. „Du malst doch gerne groß“, hatte ihr Professor damals zu ihr gesagt. Und angefügt: „Mal doch auch mal riesig!“ In den Ufa-Hallen in Berlin fand sich damals der richtige Platz dafür. Auch ein altes Baugerüst stand dort. „Wir durften zwei Wochen vor Ausstellungsbeginn anfangen“, erinnert sich Valeska Rein. Zwei Tage lang habe sie erst gar nicht gewusst, was sie malen soll. Erst kurz vor Ausstellungsbeginn sei „Der Raub der Europa“ entstanden. „Drei Nächte habe ich durchgemalt, erst nur den Stier, nach und nach kamen die anderen Details dazu“, erzählt die Künstlerin.

Ihr Riesen-Werk zeigte sie am vergangenen Wochenende beim Tag des offenen Ateliers im Familiendomizil in Ganz. Es füllte den gesamten Giebel der Scheune aus. In der Kulturscheune waren weitere Werke der jungen Künstlerin zu sehen – Malereien, Porträts und Zeichnungen. Valeska Rein malt mit Acryl auf Leinwand, verdünnt das Acryl allerdings sehr stark. „Fast wie beim Aquarell“, sagt sie. Eigentlich benutzt sie sehr wenig Farbe, lässt das Weiß der Leinwand wirken und mal nur Schattierungen. Fast immer sind es Menschen oder zwischenmenschliche Beziehungen, die sie darstellt. „Ich male aber selten Leute, die ich nicht kenne“, sagt sie. Die Leidenschaft für die Kunst wuchs schon in der kleinen Valeska. „Ich habe als Kind immer im Matheunterricht gezeichnet und das hat sich so durchgezogen“, erzählt sie.

Zusammen mit ihren Eltern Verena und Hartmut Rein hob sie die Initiative „Ganz.Kultur“ aus der Taufe. Mittlerweile gibt es auch einen Verein dazu. Mit ihrer Initiative wollen die drei Kultur aufs Land holen. Dafür soll die Scheune zur Kulturscheune ausgebaut werden. Reins nutzen sie bereits in der dritten Saison als Veranstaltungsort. Am Wochenende eröffneten sie die Hof-Kultursaison mit dem Tag des offenen Ateliers. Valeska Rein zeigte ihre Bilder in der Ausstellung „Von Angesicht zu Angesicht“ und kam mit den Besuchern ins Gespräch.

Verena Rein ist klassische Sängerin und bot zur Ausstellung ein Begleitprogramm, natürlich vor dem monumentalen Kunstwerk. Sie sang und rezitierte Texte und wurde dabei von der Cellistin Marika Gejrot begleitet.

Im Garten von Familie Rein gab es für die Gäste Kuchen und Kaffee und sie konnten sich über die Pläne für die Kulturscheune informieren. „Der Leader-Verein hat unser Projekt bereits befürwortet“, sagt Verena Rein. Auch die Baufreigabe sei schon eingetroffen. „Jetzt haben wir die Fördermittel beantragt“, so Verena Rein.

Die ehemalige Garage auf dem Hof soll der künftige Eingangsbereich der Kulturscheune werden. Ein Glasgang soll Scheune und Garage verbinden. Zwei befreundete italienische Architekten haben Reins Pläne aufs Papier gebracht. Die Familie hofft, dass sie noch in diesem Jahr mit dem Ausbau der Kulturscheune beginnen kann.

Von Sandra Bels

Heike Kropius schätzt die Tage des offenen Ateliers. Dann stellt sie in konzentrierter Form ihre Werke aus und stellt sich den Gesprächen. Auch ihr Sohn Karl nutzte das Wochenende, um den Gästen sein Handwerk als Holzbildhauer näher zu bringen. Beide empfingen die Besucher in der Kunststation in Papenbruch.

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