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Offenes Training auf des Reitvereins

Bechlin Offenes Training auf des Reitvereins

Der Reitverein Bechlin lud am Samstag zum offenen Trainingstag: Rund 150 Besucher kamen auf den Reiterhof Zieten und erlebten die vielen Vorführungen: Quadrille und Geschicklichkeitsreiten, Springvorführung und Voltigier-Show. Die Reiterkinder zeigten ihren Eltern und Großeltern, was sie schon alles gelernt haben.

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Finja, Helena, Tabea und Mara zeigen eine selbst choreographierte Quadrille – nur eine von vielen Vorstellungen.

Quelle: Regine Buddeke

Bechlin. Greta und Annemarie scharren stellvertretend für ihre Pferde mit den Hufen. Gleich ist es soweit und die beiden Mädchen müssen rauf aufs Pferd. Fahne, Brücke, Kanone, Mühle, Schwanensitz – so heißen die Übungen, die die Mädchen der Voltigiergruppe des Reitvereins Bechlin dann vor Publikum zeigen werden. „Am schwersten ist der Schulterstand“, verrät die achtjährige Greta, der das Turnen auf der friedlichen Lacaena viel Spaß macht. Dann stiebt sie mit ihrer Freundin in den Stall, um in den „coolen“ Voltigieranzug zu schlüpfen. Das Pferd ist schon gestriegelt und gesattelt. „Das müssen die Mädchen hier natürlich auch lernen – bis zum Kacke-Wegmachen“, beschreibt es eine Reitlehrerin.

Hans-Christian Zieten ist ein leidenschaftlicher Reiter – wie auch sein Vater

Hans-Christian Zieten ist ein leidenschaftlicher Reiter – wie auch sein Vater

Quelle: Regine Buddeke

Am Sonnabend öffnete die Reitanlage Zieten in Bechlin ihre Pforten: beim nunmehr 3. Reiterfest des Reitvereins Bechlin. „Wir wollen uns präsentieren – und die Kinder können ihren Eltern und Großeltern demonstrieren, was sie hier alles lernen“, erklärt Nadine Schröder, die Trainerin der Volti-Gruppe. Sie ist eine von 44 Reitern des Vereins, in dem die Jüngste gerade mal vier Jahre alt ist, die ältesten Vereinsmitglieder sind über 60.

25 Pferde stehen auf dem Hof, berichtet Juniorchef Hans-Christian Zieten, dessen Vater Hans-Jürgen gerade in der Halle die neuen Pferde moderiert, die von Anne Neumann und Sophie Hallex vorgeführt werden – von Rasse bis Stammbaum. Denn gezüchtet wird auch: „Wir haben drei Zuchtstuten“, so der Junior, der schon etliche regionale Erfolge im Springreiten auf sein Konto buchen kann und einmal gar mit einem selbst gezogenen und ausgebildeten Pferd den 12. Platz bei einem Bundeschampionat errungen hat.

Die Mädchen zeigen, was sie gelernt haben

Die Mädchen zeigen, was sie gelernt haben.

Quelle: Regine Buddeke

Lange bevor der Reitverein Bech­lin 1990 gegründet wurde, gab es in Bechlin schon Pferdezucht. In den 70er Jahren wurde bereits ein Vorgänger-Verein gegründet. Heute kann neben dem Voltigieren für die Jüngeren zwischen Spring- und Dressurreiten gewählt werden. Zum Reitertag – quasi einem Tag der offenen Tür – wird alles gezeigt, was möglich ist. Die Pferde glänzen wie die Stiefel ihrer Reiter, die fein frisierten Mähnen wetteifern mit den dekorierten Haarknoten der Mädchen. Die allerdings unter der Reitkappe weniger gut zu sehen sind. Jeder Teilnehmer trägt schicke Reiterkluft.

Ritt in die Halle – zur Vorführung

Ritt in die Halle – zur Vorführung.

Quelle: Regine Buddeke

Um elf schon präsentieren sich die jüngsten Reiter, später werden Pferde vorgestellt. Vier Mädchen zeigen eine selbst choreographierte Quadrille in der Halle. Der Sand stiebt, immer wieder wird den Besuchern Neues vorgeführt: Geschicklichkeitsreiten, das Programm der Volti-Spatzen, eine Springvorführung von Hans-Christian Zieten. „Heute präsentieren sich 15 Reitkinder, zwölf Voltis und vier Erwachsene“, so Nadine Schröder.

Für „Nicht-Reiter“ oder solche, die erst einmal auf Nummer sicher gehen wollen, kann draußen auf dem Hof auf dem Holzpferd Bertie geübt werden, wie es sich auf dem viel gepriesenen Rücken der Pferde so anfühlt. Mutigere steigen gleich aufs Pony. Die Eltern sorgen für Wurst und Getränke für ihre kleinen Reiter – über dem Lagerfeuer blubbert eine Kürbissuppe im Kessel. „Die schmeckt ja super, wer hat die denn gekocht“, lobt eine Besucherin. Man kennt sich auf dem Hof, die Stimmung ist sonnig – genau wie das Wetter. Gut 150 Besucher schauen vorbei.

Im Stall kann man sich auch umschauen

Im Stall kann man sich auch umschauen.

Quelle: Regine Buddeke

Finja, Helena, Tabea und Mara haben gerade ihre Quadrille beendet. Applaus brandet auf. Auch Senior-Chef Hans-Jürgen Zieten lobt: „Toll gemacht. Man sieht deutlich den Niveauunterschied zum vergangenen Jahr. Da sieht man mal, was ein Jahr Training ausmacht.“

Von Regine Buddeke

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