Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Ohne Vertrag kein Fontane
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ohne Vertrag kein Fontane
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 13.04.2017
Zurzeit verwahrt Uwe Schürmann den kleinen Fontane in seinem Wohnzimmer. Gedacht war das allerdings anders. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Molchow

Fontane und die Fontanestadt – dass es so schwierig werden würde, beide zusammenzubringen, hätte Uwe Schürmann vor einem Jahr nicht gedacht. Damals wollte der Ortsvorsteher von Molchow einfach nur eine schöne Werbe-Idee für Neuruppin aufgreifen und sie in seinem Ortsteil fortführen.

Anfang Mai 2016 hatte der gefeierte Künstler Ottmar Hörl vor der Neuruppiner Pfarrkirche dutzende kleine Theodor Fontanes aus Kunststoff aufgebaut. Die Molchower fanden es schade, dass das Kunstwerk nach wenigen Tagen verschwinden sollte, und entschlossen sich, einen der Plastikfontanes als Hingucker und Botschafter im eigenen Ort aufzustellen. Gleich neben dem Glockenturm sollte der Fontane stehen – an dem Platz im Dorf, dem Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark einen eigenen Abschnitt gewidmet hat.

Fontane steht im Wohnzimmer der Ortsvorstehers

Doch ein Jahr später hat es Fontane gerade mal bis ins Wohnzimmer von Uwe Schürmann geschafft und dort wird er wohl noch eine Weile stehen. Seit bald einem Jahr scheitert die wohlgemeinte Werbeaktion an bürokratischen Hürden. Dabei hatten die Neuruppiner Stadtverordneten schon im Juli grünes Licht für das Projekt gegeben. Nur ist es den Molchowern bis heute nicht gelungen, alle Auflagen zu erfüllen, die die Stadtverwaltung aufmacht.

Die Fontane-Plastik ist eine Spende. „Ursprünglich wollten wir im Dorf dafür sammeln“, erinnert sich Ortsvorsteher Schürmann. Doch dann hat sich sein Stellvertreter Oliver Oswald bereiterklärt, eine der Kunststofffiguren von Ottmar Hörl zu kaufen und sie dem Ort zu stiften. Alle waren dankbar.

Der Stifter soll auf Dauer auch alle Kosten tragen

Und der Stifter? Der soll jetzt nicht nur die Kosten für das Kunstwerk übernehmen, sondern auch alle anderen: die fürs Aufbauen, für die Pflege auf unbestimmte Zeit und für einen eventuellen Abriss. Dazu muss ein Vertrag abgeschlossen werden, sagt Neuruppins Stadtsprecherin Michaela Ott und beruft sich auf den Beschluss der Stadtverordneten. Ott: „Ein Entwurf dieses Vertrages wurde dem Stifter übermittelt.“

Dass Oliver Oswald bis heute nicht unterschrieben hat, kann Uwe Schürmann gut verstehen. „So war das ja auch nicht gedacht“, sagt der Ortsvorsteher. Der Ortsbeirat wollte die Kosten tragen. Inzwischen, sagt Schürmann, hat die Verwaltung zugestimmt, dass man das auch anders regeln kann.

Molchow hat gefragt – Wulkow hat einfach gehandelt

Die Kosten müssen geklärt sein, dafür hat Schürmann Verständnis. Für andere Forderungen weniger: Jetzt soll der Ortsbeirat auch Schachtgenehmigungen von den Stadtwerken, der Edis und von der Telekom besorgen, damit die 93 Zentimeter große Plastikfigur samt Sockel entstehen darf. Ohne Genehmigung kein Fontane, heißt es aus dem Rathaus. Vor zwei Wochen hat der Ortsvorsteher die beantragt. Wann sie vorliegen könnte, weiß er nicht.

Der Ortsteil Wulkow war da schneller. Dort steht Fontane schon seit dem Sommer. Die Wulkower haben ihn einfach aufgestellt, ohne die Stadtverwaltung zu fragen. Allerdings sollen auch sie im Nachhinein einen Vertrag zugeschickt bekommen, verspricht Michaela Ott. Wer den unterschreibt, ist aber offen.

Von Reyk Grunow

Beim Frühjahrsputz des Stadtmauervereines zusammen mit dem Sportverein der Baulöwen kam ein Überraschungsfund zum Vorschein. Unter wucherndem Grün befand sich der vergessene Stifterstein des Jahn-Friesen-Körner-Denkmals. Er war im Jahr 1913 gestaltet und errichtet worden.

13.04.2017

Diesmal läuft alles anders: Ein neues Gutschein-System soll mehr Teilnehmer zu Gewinnern machen als bisher. Auch die Jury-Rundfahrten gibt es nicht mehr. Die Begutachtung geht moderner vonstatten.

13.04.2017

Viele Wittstocker pflanzten am Wappenbeet an der Pritzwalker Straße Rosen aus, um sie andernorts wieder zu verwenden. Dazu hatte der Freundeskreis der Wittstocker Rosenfreunde eingeladen. Denn das Wappenbeet wird aufgelöst.

13.04.2017
Anzeige