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Ostprignitz-Ruppin Oktoberfest an der Dosse
Lokales Ostprignitz-Ruppin Oktoberfest an der Dosse
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11:55 18.09.2016
Die Kellner warfen sich in fesche Dirndl oder karierte Hemden. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Susi, Frederic und Kevin stehen in den Startlöchern. Noch lehnen sie sich an einer Wand im 1200 Quadratmeter großen Festzelt auf dem Bleichwall in Wittstock an, unterhalten sich und taxieren immer wieder den Eingang. Bei allen hängt eine schwarze Tasche am Gürtel; Stift und Block sind sichtbar. Das ist ein sicheres Zeichen, dass sie zum Team der Kellner gehören.

Einlass zum oberfest in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch

Die Heinrichsdorfer Bayerntage bestimmten am Wochenende den Takt in Wittstock. Von Freitag bis Sonntag drehte sich alles um die 11. Auflage der Bayerntage.

Dabei muss sich Wittstock in keiner Weise hinter dem Vorbild in München verstecken. Weit und breit sind am Sonnabend fesche Dirndl, karierte Hemden, Blusen und Lederhosen unter den bis zu 1300 Besuchern zu sehen. „Hier fallen inzwischen die Leute auf, die in normaler Kleidung zum Fest kommen“, sagt Steffi Arndt aus Wittstock. Gemeinsam mit ihrem Mann Jens sowie weiteren Familienmitgliedern warf sie sich wieder mal in Schale. „Wir sind das fünfte Mal dabei, aber heute habe ich das erste Mal Lederhosen an, die sind einfach bequemer“, sagt sie.

Steffi und Jens Arndt aus Wittstock sind zum fünften Mal dabei. Quelle: Christamaria Ruch

Mit weiteren Freunden kommt die Truppe auf zehn Personen und die machen es sich in einer der so genannten Boxen im Festzelt bequem. „Wir gehen gerne feiern, auch in Tracht“, verrät Steffi Arndt. Bereits im Frühjahr sicherte sich die Gruppe die Eintrittskarten. Auch beim Oktoberfest in Heinrichsdorf, wo dieses Großereignis seinen Ursprung hat, gehörten Steffi und Jens Arndt schon zu den Fans. „Wir waren aber noch nicht in München“, sagt sie.

Kellnerin Susi klärt am Rande kurz auf: „Jeweils zwei Kellner sind für fünf Boxen zuständig. In jeder Box sitzen 50 Personen.“ Somit kommt jedes Team auf 250 Gäste, die immer mit original Löwenbräubier, Hendl und Haxn im Eiltempo bedient werden.

Doch zu jedem Kellnerpaar, das auch abkassiert, kommen noch die so genannten Läufer. Insgesamt bis zu zehn Läufer tragen das Bier durchs Zelt und steuern dann die gewünschten Tische an. Frederic überlegt kurz und sagt dann: „In jeder Hand können wir bis zu drei Maßkrüge stemmen, das sind bei jedem Gang bis zu sechs Kilogramm.“ Veranstalter Jörg Lutter kennt einen Schlachtruf: „Die Krüge hoch!“

Das Wittstocker Blasorchester war mit von der Partie. Quelle: Christamaria Ruch

Einziger Wermutstropfen: Kurzfristig erhielt Lutter einen Korb vom gebuchten Vergnügungspark, der rund ums Zelt für Stimmung sorgen sollte. Derweil bringt das Wittstocker Blasorchester die Gäste zum Schunkeln. Immer mehr Frauen im Dirndl strömen herein und viele Männer bewegen sich in bayrischer Tracht. Später spielen dann die Original Zillertaler, die gerade ihr 40-jähriges Bestehen feierten.

Von Christamaria Ruch

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