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Oktoberfest füllte Lindenau-Halle

Neustadt Oktoberfest füllte Lindenau-Halle

Das erste Oktoberfest in der Graf-von-Lindenau-Halle war komplett ausverkauft. Rund 1000 Besucher kamen zum Feiern auf Bayrisch. Als Publikumsmagnet erwies sich am Sonnabend dabei einmal mehr das Showtalent der einheimischen „Holzband“.

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Nach dem Einmarsch legten die Musiker der „Holzband“ ihre Blasinstrumente bald beiseite und spielten sich quer durchs Schlager- und Poprepertoire.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Die Neustädter sind ganz klar Bayern-Fans. Dieser Schluss liegt nach dem Oktoberfest vom Sonnabend in der Graf-von-Lindenau-Halle nahe. So voll war das Veranstaltungszentrum, dessen Zukunft lange Zeit unsicher schien, seit Monaten nicht mehr. Und die meisten der vorwiegend jungen Besucher folgten sogar der Aufforderung der Organisatoren, doch im Dirndl oder in der Lederhose zu erscheinen.

Partyband im Selbstversuch

Die Idee zu dem Spektakel kam von der einheimischen „Holzband“. „Wir waren voriges Jahr in München beim Oktoberfest und anschließend auch noch in Karstädt“, erzählt Gitarrist Wolfgang Burau. „Und da haben wir uns gedacht: Das können wir ja selbst auch mal machen.“ Die sieben Musiker der Freizeit-Showband aus Neustadt und Umgebung fanden sich ab 2003 nach und nach zusammen. Ihre Auftritte sind inzwischen regelmäßig gut besucht. Doch mit dem ersten Neustädter Oktoberfest am Sonnabend schoss die Band jetzt den Vogel ab: rund 1000 Besucher kamen. Die große Halle war ausverkauft. „Auf so viele Leute hatten wir gar nicht zu hoffen gewagt“, sagt Wolfgang Burau. Selbstverständlich hatten er und seine Mit-Musiker sich für das Fest ein spezielles Programm ausgedacht. Das Publikum erlebte die Formation gleich zu Beginn beim Einmarsch in die Halle an den Blasinstrumenten. Die hatte sich die „Holzband“ vor Jahren als Gag zum zehnjährigen Bestehen zugelegt. Aber zum Oktoberfest passte Blasmusik natürlich ebenfalls hervorragend. „Wir haben in den letzten drei Wochen fast täglich geprobt“, sagt Burau.

Fassanstich mit Hindernissen

Dass der fürs Oktoberfest obligatorische Fassanstich vor allem eine große Bierlache erzeugte, tat dem Spaß keinen Abbruch. Für Neustadts Bürgermeister Karl Tedsen war der Umgang mit Zapfhahn und Hammer offenbar ebenso eine Premiere wie für die Veranstalter: Sie hatten ihm schlicht den falschen Anschluss zugewiesen.

Der Rest des langen, langen Abends war eindeutig dem Feiern gewidmet. Die „Holzband“ spielte sich quer durchs Schlager- und Poprepertoire und der Saal ging von Anfang an voll mit. Bier aus Maßkrügen, „Backhändl“, „Haxn“ und „Brezn“ trugen das ihre zur Stimmung bei.

Bei den Veranstaltungsprofis von „Sound Edition“ aus Neuruppin hatten die Neustädter für all dies erfahrene Unterstützung gefunden. Auch technisch war alles bestens ausgestattet. Auf einer riesigen Leinwand konnten auch Besucher ganz hinten in der Halle das Geschehen auf der Bühne verfolgen. „Die Band hat bei mir angefragt und ich hab gesagt: Komm, das machen wir“, berichtet Sound-Edition-Chef Detlef Butzke. „Wir haben dann noch BB-Radio mit ins Boot geholt.“

Wiederholung nicht ausgeschlossen

Die Besucher hatten auf jeden Fall ihren Spaß. Trotzdem kündigte Holzband-Frontmann Stephan Müller an: „Wir haben jetzt erst einmal eine größere Pause eingeplant. Der Aufwand war doch immens.“ Für dieses Jahr war es das mit der Konzertsaison der Band.

Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs äußerte aber schon zur Eröffnung des Oktoberfestes die Hoffnung, dass es keine einmalige Sache bleibt. Bandmitglied Wolfgang Burau wollte eine Wiederholung zumindest nicht ausdrücklich ausschließen: „So, wie die Resonanz ist, muss man natürlich überlegen, ob die Leute das nicht verdient haben.“

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Mit rund 1000 Besuchern war die Neustädter Graf-von-Lindenau-Halle am Sonnabend beim ersten Oktoberfest der Stadt komplett ausverkauft. Initiator war die einheimische „Holzband“, die das Publikum den Abend lang unterhielt.

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Von Alexander Beckmann

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