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Oldie- und Teilemarkt lockt Händler und Schaulustige

Neuruppin-Wulkow Oldie- und Teilemarkt lockt Händler und Schaulustige

Kälte und Nieselregen kann die Freunde des immer im November stattfindenden Oldie- und Teilemarktes nicht schrecken. Nicht nur aus Deutschland kommen Händler, Käufer und Schaulustige. Manche Gäste reisen auf der Suche nach seltenen Ersatzteilen oder Oldtimern aus ganz Europa an.

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Markus Krenzlin hat eine „Schwalbe“ umgebaut und tiefer gelegt.

Quelle: Peter Geisler

Wulkow. Es ist Freitagmorgen auf dem Gelände des Oldie- und Teilemarktes in Wulkow. Monika Goldschmidt, Geschäftsführerin der Neuruppiner Arbeitsfördergesellschaft EAN freut sich, dass es noch nicht regnet. Für den Fall der Fälle stehen Radlader, Traktor und viele Ballen Stroh bereit, um die Wege über den Markt einigermaßen trocken zu halten und die Autos der Händler aus dem Schlamm zu ziehen. Dafür, dass auch beim 34. Oldiemarkt alles klappt, sorgen neben dem Organisationsteam auch 120 Helfer von der EAN, ehemalige Mitarbeiter, Rentner und Schüler. „Wir hatten 290 Vorausreservierungen von Händlern“, sagt Monika Goldschmidt, die demnächst in den Ruhestand geht und den Job als Cheforganisatorin ab dem kommenden Jahr an Ralf Perschnick abgibt. Dazu kommen spontane Anmeldungen und die vielen, vielen Oldtimerfreunde, die sich einfach nur einmal umschauen wollen oder auf der Suche nach Teilen für das eigene blecherne Schmuckstück zu Haus sind.

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Aus ganz Europa kommen die Händler und Oldtimerfreunde in den Neuruppiner Ortsteil Wulkow, auf der Suche nach selten gewordenen Teilen für ihre Autos, Motorräder oder Mopeds. Auch Kälte und Nieselregen kann die Freunde des immer im November stattfindenden Oldie- Und Teilemarktes nicht schrecken.

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Mit leisem Knattern kommt Steffen Klüssendorf aus Wismar auf seinem Moped SR2 angefahren.Das SR2 war seinerzeit auch im Ausland gefragt und wurde sogar in die USA exportiert. Der Händler aus Wismar kommt schon seit der Wende nach Neuruppin, hat mehrere Zweiräder aus Suhler Produktion mitgebracht und hofft auf günstige Verkäufe. Ebenfalls aus dem Simsonwerk in Suhl, aber vollständig umgebaut, ist die tiefer gelegte „Schwalbe“, die Markus Krenzlin gern verkaufen möchte. Ein halbes Jahr Freizeit hat der Schrauber aus Niemegk in das Gefährt investiert, hat Lenkergriffe aus Holz angefertigt, eine geflochtene Sitzbank montiert, den Rahmen umgebaut und vieles mehr verändert, bis der Kleinroller so schön geworden ist.

Suchen, finden und feilschen

Neben der Händlern, gibt es die vielen Suchenden. Bernd Müller ist aus Velten gekommen. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, doch noch Ersatzteile oder ein komplettes NSU-D-Rad zu bekommen“, sagt er. Dafür, dass viele Leute von seinem Wunsch erfahren, sorgt er mit Wunschzetteln, die er auf Brust und Rücken trägt. Markus Engel und Carsten Dames sind am ersten Markttag schon fündig geworden. Sie freuen sich über ihr Schnäppchen, einen preisgünstigen Satz Kompletträder für einen Mercedes-Jeep. „Wir kommen jedes Jahr mit einer ganzen Truppe aus Müncheberg hierher. Das ist für uns richtiges Abenteuer. Es macht Spaß zu feilschen und zu handeln“, verrät Markus Engel.

Aus LA nach Wulkow gekommen

Etwas ganz Besonderes haben auch Reiner und Rudi van Loh am Stand von Uwe Matthes aus Hagenow gefunden. Der hatte einen Zentrierständer zum Einspeichen von Rädern im Angebot. Das Teil wird benötigt, damit die Speichen gleichmäßig angezogen werden können und das Rad nicht holpert oder seitlich schlägt. Schnell sind sich die Männer handelseinig und der Zentrierständer wechselt die Besitzer. Uwe Matthes hat noch viele Fahrradteile im Angebot. Die verkauft er sogar bis nach Brasilien. Dort leben viele Auswanderer, die wohl noch eine Menge alter Räder aus Deutschland besitzen, vermutet er. Den wohl am weitesten gereisten Marktbesucher hat Monika Goldschmidt am Donnerstag getroffen. Der kam aus Los Angeles in den USA.

Von Peter Geisler

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