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Ostprignitz-Ruppin Open Stage: Jugend musiziert in Kränzlin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Open Stage: Jugend musiziert in Kränzlin
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02:17 18.11.2015
„Sevens Life“: Die Kyritzer Schülerband klingt richtig gut. Quelle: Regine Buddeke
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Kränzlin

„Wir sind hier ’ne ausgeflippte Truppe, die keine Ahnung von Musik hat und trotzdem welche macht“, sagt Saalbetreiber Mathias Köppen. Er macht den jungen Musikern Mut, die sich am Sonnabend zum ersten „Open Stage“ in Kränzlin eingefunden haben. Köppen weiß, wovon er spricht: Auch er bekam vor nicht allzu langer Zeit eine Gitarre geschenkt und legte einfach los: Akkorde lernen, singen, Punkt.

Jeden Donnerstag stellt er seinen urig-gemütlichen Saal Hobby-Musikern zur Verfügung, die gern einmal vor Publikum spielen und sich in geselliger Runde darüber austauschen wollen. Für Kinder und Jugendliche gab es das bislang noch nicht – aber genau das liegt Köppen am Herzen. Ein Jahr lang hat er mit seiner Gitarre Spenden gesammelt, jetzt ist sie sprichwörtlich voll: Das Geld soll Nachwuchsmusikern zugute kommen, etwa in Form von Gutscheinen bei Sound Edition, einer der Sponsoren, bei denen sich der Organisator vorab bedankt. „Eigentlich war es fast leichter, die Sponsoren zu finden als die Kinder“, erzählt Mathias Köppen, der am Mittwoch schon ziemlich nervös war, dass nur eine Anmeldung vorlag. Erst eine Telefonaktion brachte Erfolg.

Jurek Janda aus dem Neuruppiner Ortsteil Lichtenberg spielt Harfe. Quelle: Regine Buddeke

Nun sind es sechs Teilnehmer, die sich vor einer Jury in die Gunst der rund 60 Zuhörer spielen und singen wollen: Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Landkreis – von sieben Jahren bis 18 ist alles dabei. Die Bandbreite reicht von modernem Pop bis hin zu mittelalterlicher Harfenmusik. „Hier geht es nicht um Perfektion, sondern um den Spaß an der Musik“, ermuntert Köppen nach einem eigenen Song die Jungen und Mädchen und richtet den Scheinwerfer zur Bühne, wo gerade die Schülerband „Sevens Life“ aufbaut. „Noch nicht voten“, ruft Musiklehrer Uwe Weiksznorat der Jury zu. „Das ist noch Soundcheck.“ Dann geht es los – und das ist nicht von Pappe. Sängerin Alicia ist gut bei Stimme und auch ihre Bandkollegen an Sax, Piano, Drums und Gitarre brauchen sich nicht zu verstecken: Ihr „Afterlife“ von Ingrid Michaelson kommt genauso gut an wie der Adele-Song. Die talentierten Schüler siegen am Ende souverän. Aber auch alle anderen Teilnehmer gewinnen einen Gutschein: etwa Susann Böhm aus Neuruppin für ihren Revolverheld-Song.

Manch ein Teilnehmer ist gerade mal ein Jahr am Instrument und weit entfernt von Profi-Reife. Aber darum geht es nicht. Die Jury hat für jeden Musiker nette Worte, das Publikum applaudiert wie wild, allen voran der Gastgeber, der nur zu gut weiß, dass aller Anfang schwer ist. „Ein Popel, ein Popel“, singt der Saal solidarisch mit Jona aus Großderschau das bekannte Gerhard-Schöne-Lied mit. „Nächstes Jahr mache ich das wieder“, verspricht Mathias Köppen.

Von Regine Buddeke

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